BIOLOGEN

Oliver Brüstle, Otmar Wiestler
Georg H. Fey, Carl-Friedrich Gethmann
Peter Gruss
Regine Kollek
Christiane Nüsslein-Volhard
André Rosenthal

BRÜSTLE, Oliver; WIESTLER, Otmar

Neuropathologen vom Institut für Neuropathologie der Universität Bonn.


Quelle: Die Heilungsversprechen sind utopisch.
Was drängt deutsche Forscher so sehr zur Eile? Warum reichen Tierversuche nicht aus? Warum menschliche Embryonen?
Ein Gespräch mit Oliver Brüstle und Otmar Wiestler (Das Gespräch führten Christian Geyer, Joachim Müller-Jung, Frank Schirrmacher und Christian Schwägerl)
FAZ 13. Juni, Nr. 135, S. 58-59
Position: Für Embryonenforschung aber gegen die Herstellung von Embryonen für Forschungszwecke
Ethische Argumente: Linderung menschlichen Leids, Freiheit der Forschung, abgestufte Schutzwürdigkeit des Embryos
Rechtliche Argumente: Forschung im Rahmen des geltenden Embryonenschutzgesetzes
In Planung: Schaffung eines neuen Zentrums für Stammzellforschung in Nordrhein-Westfalen

Links:
Wir haben die Chance, die Medizin zu revolutionieren (Spiegel-Interview)



FEY, Georg H.; GETHMANN, Carl-Friedrich

Georg H. Fey: Lehrstuhl für Genetik an der Universität Erlangen, Schüler von James Watson (kein Photo)
Carl-Friedrich Gethmann: Philosoph an der Universität Essen und Direktor der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlichtechnischer Entwicklungen in Bad Neuenahr-Ahrweiler.


Quelle: Wir dürfen unsere Evolution nicht dem Zufall überlassen. Der Mensch hat die Pflicht, sein genetisches Schicksal mit zu gestalten.
FAZ, 30. Januar 2001, Nr. 25, S. 49
Position: gegen Selektion und Instrumentalisierung aber offen für genetische Heilverfahren
Ethische Argumente: Eigenverantwortung des Menschen für die Gestaltung seines (biologischen) Lebens; Entfernung von defekten Genen für gravierende Erbkrankheiten nur aus medizinischer Indikation ethisch zu rechtfertigen, nicht jedoch primär aus populationsgenetischen Intention heraus



GRUSS, Peter

Direktor des Max-Planck-Institutes für Biophysikalische Chemie in Göttingen


Quelle: Vergeßt die Patienten nicht. Plädoyer für die Stammzellforschung.
FAZ, 4. Juli 2001, Nr. 152, S. 47
Position: für Stammzellforschung und Import menschlicher embryonaler Stammzellen
Ethische Argumente: Therapie



KOLLEK, Regine

Biologieprofessorin, Vorsitzende des Ethik-Beirats beim Bundesgesundheitsministerium, Mitglied des Nationalen Ethikrats


Quelle: Austragen statt töten. Was tun mit überzähligen Embryonen? Ein Gespräch mit der Bioethikerin Regine Kollek über die gesellschaftliche Legitimation biotechnischer Forschung.
DIE ZEIT 17. Mai 2001, Nr. 21, S. 37 (das Gespräch führten Elisabeth von Thadden, Andreas Sentker und Hans Schuh)
Position: gegen Embryonenforschung

Links:Austragen statt töten(Zeit)



NÜSSLEIN-VOLHARD, Christiane

Nobelpreis für Medizin 1995, Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Abteilung Genetik (Tübingen), Mitglied des Nationalen Ethikrats.


Quelle: "Den Göttern gleich ich nicht!". 1,8 Prozent von drei Milliarden - das ist der Mensch: Was nicht nur Joschka Fischer von der Gentechnik wissen sollte / Eine Handreichung
FAZ 23. Februar 2001, Nr. 46, S. 43
Position: für Genomforschung
Ethische Argumente: Heilungsmöglichkeiten

Links:
"Die Kirche hat nicht das Recht, Ethiknormen festzulegen" (Tagesspiegel-Interview)



ROSENTHAL, André

Professor für Molekularbiologie in Jena, maßgeblich an der Entschlüsselung von Chromosom 21 (Down Syndrom, Trisomie 21) beteiligt.
Geschäftsführer der Berliner Gesellschaft für Genomforschung "Metagen" (Therapeutika und Diagnostika bei Krebserkrankungen)


Quelle: Wer soll das alles lesen? Noch ertrinken auch Spitzenforscher in den Buchstaben des Genoms, doch bald wird es für jeden Kranken einen Chip geben können.
FAZ, 10. Februar 2001, Nr. 35, S. 46
Position: warnend
Ethische Argumente: Heilungschancen, Vorsicht bei Mißbrauch

Links:
Forscher - Niemand kann sie stoppen (Spiegel-Bericht)
Der Mensch ist entziffert (PNN Online-Interview)