PHILOSOPHEN

Jürgen Habermas
Hille Haker
Otfried Höffe
Norbert Hoerster
Vittorio Hösle
Reinhard Merkel
Gerold Prauss
Bettina Schöne-Seiffert
Robert Spaemann

HABERMAS, Jürgen

Philosoph


Quelle: Michael Adrian: Stimmrecht. Habermas läßt den Embryo am Diskurs teilnehmen.
FAZ, 30. Juni 2001, Nr. 149, S. 43
Position: gegen Embryonenforschung und PID
Ethische Argumente: Menschenwürde



HAKER, Hille

Medizinethikerin, Tübingen


Quelle: Ein in jeder Hinsicht gefährliches Verfahren. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt lieber nicht: Die Praxis der Präimplantationsdiagnostik unter Abwägung aller Umstände.
FAZ 26. Mai 2001, Nr. 121, S. 48
Position: Gegen PID und Embryonenforschung
Ethische Argumente: Menschenwürde

Links:
Persönliche Homepage


HÖFFE, Otfried

Professor für Philosophie und Leiter der Forschungsstelle Politische Philosophie an der Universität Tübingen


Quelle: Rechtspflichten vor Tugendpflichten. Das Prinzip der Menschenwürde im Zeitalter der Biomedizin.
FAZ, 31. März 2001, Nr. 77, S. 11
Position: gegen Embryonenforschung und PID
Ethische Argumente: der Vorrang des elementaren Lebensschutzes (Tötungsverbots) vor dem Hilfsgebot und der Umstand, daß mit der Verschmelzung von Samen- und Eizelle das im strengen Sinne menschliche Leben beginnt (Menschenwürde).

Links:
Wessen Menschenwürde? (Zeit)



HOERSTER, Norbert

Rechtsphilosoph


Quelle: Nur wer die Sehnsucht kennt. Wann immer das Leben beginnen mag, das Lebensrecht beginnt erst mit der Fähigkeit, Wünsche zu haben.
FAZ, 24. Februar 2001, Nr. 47, S. 46
Position: Für die Embryonenforschung (aber nicht für beliebige Manipulation)
Ethische Argumente: Überlebensinteresse des Menschen

Links:
Die Norbert Hoerster WebPage eingerichtet von Hans-Joachim Niemann



HÖSLE, Vittorio

Paul-Kimball-Professor of Arts and Letters an der University of Notre Dame/USA


Quelle: Heilung um jeden Preis? Wer einem Kleinkind Grundrechte zuspricht, kann sie einem Embryo nicht nehmen.
DIE ZEIT, 1. März 2001, Nr. 10, S. 36
Position: Gegen Embryonenforschung
Ethische Argumene: Menschenwürde

Zitat: "Gegen das reproduktive Klonen schon erwachsener Menschen, das "Machen" zeitverschobener Zwillinge, das vermutlich innerhalb recht kurzer Zeit möglich werden wird, sprechen Argumente ganz anderer Art - dass, wie Hans Jonas seinerzeit eindrucksvoll argumentiert hat, etwa der Klon eines bedeutenden (im geringerem Maße: eines jeden) Menschen instrumentalisiert und einem furchtbaren Erwartungsdruck unterworfen würde, der seine Entfaltungs- und Glücksmöglichkeiten einschränkte.
Ob dieses Argument Stich hält, wird sich zwar nur empirisch feststellen lassen, aber bei unserer Kenntnis der menschlichen Natur, ist es jetzt schon sehr plausibel - es reicht meines Erachtens für ein strafrechtliches Verbot aus."



MERKEL, Reinhard

Strafrechtler und Rechtsphilosoph, Universität Hamburg


Quelle: Rechte für Embryonen? Die Menschenwürde lässt sich nicht allein auf die biologische Zugehörigkeit zur Menschheit gründen. Eine Antwort auf Robert Spaemann und ein Vorschlag wider das Geläufige.
DIE ZEIT, 25. Januar 2001, Nr. 5, S. 37-38
Position: Für Embryonenforschung
Ethische Argumente: Der Embryo (in seinem frühestem Stadium) ist keine Person (kein Individuum): Die Herstellung einer 'Kopie' eines (totipotenten) Blastomeren oder die Verwendung einer solchen Zelle verändert nicht den weiteren Verlauf, dennoch: Embryo nicht würdelos; Gattungssolidarität.

Links:
Die Abtreibungsfalle. (Zeit)



PRAUSS, Gerold

Philosoph, Universität Freiburg


Quelle: Das Tier in uns ist auf dem Vormarsch. Es leiht sich Menschensprache, um uns das Menschsein auszureden: Was die Debatte über die Bioethik über unsere Herkunft und Zukunft verrät.
FAZ, 5. Juli 2001, Nr. 153, S. 45
Position: Gegen Embryonenforschung und PID
Ethische Argumente: Person, Geist als Selbstbesinnung, "Ich..."-Sagen



SCHÖNE-SEIFERT, Bettina

Medizinerin und Privatdozentin für Philosophie am Zentrum für Wissenschaftstheorie und -ethik an der Universität Hannover.


Quelle: Von Anfang an? Ein kompromissloser Lebensschutz für frühe menschlicher Embryonen lässt sich auch für die Forschung nicht begründen.
DIE ZEIT, 22. Februar 2001, Nr. 9, S. 41
Position: Für Embryonenforschung
Ethische Argumente: Potenzialität des Embryos

Links:
Haben frühe Embryonen einen unbedingten Anspruch auf Lebensschutz?(Tagesspiegel)



SPAEMANN, Robert

Emeritierter Professor für Philosophie an der Universität München


Quelle: Wer jemand ist, ist es immer. Es sind nicht die Gesetze, die den Beginn eines Menschenlebens bestimmen.
FAZ, 21. März 2001, Nr. 68, S. 65-66
Position: Gegen Embryonenforschung
Ethische Argumente: Menschenwürde (Würde der Person)

Links:
Gezeugt, nicht gemacht (Zeit)