POLITIKER
Herta Däubler-Gmelin
Andrea Fischer, Margot von Renesse
Joschka Fischer
Roland Koch
Johannes Rau
Annette Schavan
Dagmar Schipanski
Gerhard Schröder
DÄUBLER-GMELIN, Herta
Bundesjustizministerin

Quelle: Die Würde des Embryos ist unbezweifelbar. Je euphorischer die Versprechungen der Wissenschaft klingen, desto wichtiger wird die Nüchternheit des Rechts / Ein Gespräch mit Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin.
FAZ 22. Mai 2001, Nr. 118, S. 52-53 (Das Gespräch führten Patrick Bahners, Christian Geyer und Christian Schwägerl)
Position: Gegen PID und Embryonenforschung
- Verschmelzung von Ei und Samenzelle bereits Beginn menschl. Lebens
- Gegen PID: "Weil hier nicht in einem bestehenden Konflikt geholfen, sondern eine Art künstlicher Schwangerschaft auf Probe erzeugt wird, die dann beendet wird, wenn der Embryo den genetischen Anforderungen nicht entspricht. Ich halte dies für falsch, aus grundsätzlichen Überlegungen heraus, weil es hier entscheidend um Selektion geht, aber auch aus anderen Gründen."
Ethische Argumente: Würde des Menschen
Links:
Persönliche Homepage
Gefahr des Missbrauchs nicht vergrößern (Spiegel Online-Interview)
FISCHER, Andrea; RENESSE, Margot von
Andrea Fischer: Leiterin der Arbeitsgruppe Gentechnik der Grünen-Bundestagsfraktion
Margot von Renesse: Leiterin der Enquête-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin", Richterin A.D.

Quelle: Niemand hat das Recht, über den Lebenswert eines Menschen zu entscheiden. In der Biopolitik müssen ethische Erwägungen mehr sein als eine lästige Pflichtübung.
FAZ, 3. März 2001, Nr. 53, S. 11
Position: gegen die Herstellung von Embryonen für Forschungszwecke aber uneins bezüglich der Nutzung embryonaler Stammzellen für die Forschung; keine grundsätzliche Ablehnung der PID, aber doch unterschiedliche Positionen bezüglich des Wie.
Ethische Argumente: Beginn des menschlichen Lebens mit der Verschmelzung von Eizelle und Samenzelle; Menschenwürde; Lebensrecht
Links:
Texte und Interviews (Persönliche Homepage)
Andrea Fischer warnt vor politischem Deal (Spiegel Online-Interview)
Wer mit Embryonen forscht, vernichtet Leben (Tagesspiegel Online-Interview)
Pränatale Diagnostik - Was kann, was darf der Mensch? Chancen und Grenzen der vorgeburtlichen Medizin (Zeit)
Wenn Dr. Frankenstein haften muss Verbieten und bestrafen - fällt der Biopolitik nichts Besseres ein? Ein Reformvorschlag (Zeit)
FISCHER, Joschka
Außenminister der Bundesrepublik Deutschland

Quelle: Wer nur den lieben Gott läßt würfeln. Das biopolitische Zeitalter bedroht das Menschenrecht auf den biographischen Zufall: ein Gespräch mit Joschka Fischer über Evolution und Revolution.
FAZ, 17. Februar 2001, Nr. 41, S. 43-44 (Das Gespräch führte Frank Schirrmacher)
Position: abwägend, für einen globalen Konsens
Ethische Argumente: Kontingenz der menschlichen Existenz
Links:
Persönliche Homepage
KOCH, Roland
Hessischer Ministerpräsident und Mitglied des CDU-Präsidiums

Quelle: Der Maßstab Gottes muß bleiben. Die PID ist mit der Unverfügbarkeit des Menschen unvereinbar.
FAZ 26. Mai 2001, Nr. 121, S. 8
Position: Gegen PID und verbrauchende Embryonenforschung
Ethische Argumente: Würde des Menschen (auch aus christlicher Sicht)
Links:
Bei Gentechnik Grenzen setzen
Persönliche Homepage
RAU, Johannes
Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

Quelle: Der Mensch ist jetzt Mitspieler der Evolution geworden. Was wir im Zeitalter der Biopolitik tun können und um keines Vorteils willen tun dürfen: Biologische Selektion und die Zeugung auf Probe.
FAZ 19. Mai 2001, Nr. 116, S. 45 (Die Rede wurde am 18. Mai 2001 in Berlin gehalten)
Position: Gegen PID und verbrauchende Embryonenforschung
Ethische Argumente: Beginn des schutzwürdigen menschlichen Lebens beginnt bei der Befruchtung, Missbrauchsgefahr
Links:
Wird alles gut? - Für einen Fortschritt nach menschlichem Maß (Berliner Rede 2001 in der Staatsbibliothek zu Berlin)
Rau stellt Ethik über Wirtschaft (Spiegel Online)
Homepage des Bundespräsidenten
SCHAVAN, Annette
Kultusministerin in Baden-Württemberg und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Deutschlands

Quelle: Rückkehr des Politischen. Raus "Berliner Rede" war ein überfälliger Widerspruch.
FAZ 26. Mai 2001, Nr. 121, S. 8
Position: gegen Embryonenforschung und PID
Ethische Argumente: Der Mensch als "Zweck in sich selbst" (Kant)
Links:
Persönliche Homepage
SCHIPANSKI, Dagmar
Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Freistaates Thüringen

Quelle: "Wir brauchen in Deutschland mehr Offenheit für neue Ideen".
Rede zur Eröffnung der 3. Leipziger Baugespräche.
FAZ, 2. Mai 2001, Nr. 101, S. 51
Position: abwägend
Ethische Argumente: Heilung, Menschenwürde
Links:
Wissenschaftliche Erkenntnisse sind öffentliches Gut
SCHRÖDER, Gerhard
Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland

Quelle: Die Notwendigkeit der Abwägung stellt sich immer wieder neu. Im Moment muß man das Embryonenschutzgesetz nicht ändern: Ein Gespräch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder über die Biopolitik und den Ethikrat.
FAZ 3. Mai 2001, Nr. 102, S. 56-57 (Das Gespräch führten Patrick Bahners, Christian Geyer und Frank Schirrmacher)
Position: abwägend
Links:
Rede von Bundeskanzler Gerhard Schröder vor dem Deutschen Bundestag zur Gentechnik