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S
S
Der
Buchstabe S, erster Buchstabe des lateinischen Wortes subjectum, bezeichnet
in der traditionellen Logik symbolisch das Subjekt eines Urteils.
Die
allgemeinen Formen eines Urteils in dem Subjekt und Prädikat verknüpft
sind, lauten S ist P und S ist nicht P.
http://www.phillex.de/s.htm
Sachverhaltsevidenz
Man
kann eine objektiv, sachliche Evidenz (Sachverhaltsevidenz) und eine persönlich
einsichtige Evidenz (Intuitionsevidenz) unterscheiden. Beide hängen
voneinander ab.
http://www.phillex.de/wahrheit.htm#sachverhaltsevidenz
Satz
des Grundes
Der
Satz des Grundes, besagt, daß alles Grund ist und Folgen hat.
Er
folgt nach Baumgarten aus dem Satz des Widerspruches.
Der
Satz des Grundes hat seine erkenntnistheoretische Entsprechung im Satz
vom zureichenden Grunde.
http://www.phillex.de/satzgd.htm
Satz
der reziproken Relation zwischen Begriffsumfang und -inhalt
Satz,
der besagt das mit der Zunahme des Begriffsinhalts der Begriffsumfang kleiner
wird und umgekehrt.
Bekannt
ist die Kritik Lotzes an diesem Zusammenhang.
http://www.phillex.de/satzrezi.htm
Satz
vom ausgeschlossenen Dritten
Das
Prinzip vom ausgeschlossenen Dritten, welches auch tertium non datur (lat.:
ein Drittes gib es nicht) genannt wird, das besagt: Jede Aussage ist wahr
oder falsch.
http://www.phillex.de/bivalenz.htm#tertium
Satz
vom ausgeschlossenen Widerspruch
Das
Prinzip vom ausgeschlossenen Widerspruch, (auch: Satz vom Widerspruch,
Prinzip vom Widerspruch, Kontradiktionsprinzip) das besagt: Keine Aussage
ist zugleich wahr und falsch.
http://www.phillex.de/bivalenz.htm#widerspruch
Satz
vom Widerspruch
Das
Prinzip vom ausgeschlossenen Widerspruch, (auch: Satz vom Widerspruch,
Prinzip vom Widerspruch, Kontradiktionsprinzip) das besagt: Keine Aussage
ist zugleich wahr und falsch.
http://www.phillex.de/bivalenz.htm#widerspruch
Satz
vom zureichenden Grunde
Satz
vom zureichenden Grunde (lat. lex rationis determinantis sive sufficientis)
oder Prinzip vom zureichenden Grunde ist einer der vier Hauptsätze
der klassischen formalen Logik. Diesem Satz zufolge muß jeder wahre
Gedanke durch einen anderen Gedanken begründet werden, dessen Wahrheit
bewiesen ist.
http://www.phillex.de/satzgd2.htm
Schadenfreude
Die
Schadenfreude scheint mir als ethische Kategorie - wie viele ähnliche
- noch unerforscht.
http://www.phillex.de/schadenf.htm
Schließen,
korrektes
Als
korrektes Schließen bezeichnet man eine Folge von Schlüssen,
die nach den Gesetzen der Logik abläuft.
Die
Korrektheit des Schließens ist eine notwendige Bedingung, um einen
wahren Schlußsatz im Ergebnis einer Schlußfolgerung zu garantieren.
Die bloße Korrektheit des Schließens genügt jedoch nicht,
um zu sichern, daß der Schlußsatz wahr ist.
http://www.phillex.de/korrschl.htm
Schluß
Als
Schluß bezeichnet man die logische Form, die es gestattet, aus vorhandenen
Gedanken neues Wissen zu erhalten.
Je
nach der Form der zu verbindenden Gedanken und dem Charakter des Zusammenhangs
zwischen den Gedanken unterscheidet man eine Reihe von Kombinationsformen
der Schlüsse (Deduktion, Induktion, Abduktion, Analogieschluß
u. a.).
http://www.phillex.de/schluss.htm
Schluß,
deduktiver
Als
Deduktion oder deduktiven Schluß bezeichnet man den Schluß,
der bei Wahrheit der Prämissen und Beachtung der Regeln der Logik
die Wahrheit des Schlußsatzes gewährleistet.
Deduktive
Schlüsse sind Bestandteil von Beweisen.
Es
werden drei Arten von deduktiven Schlüssen unterschieden:
-
Schluß
vom Allgemeinen auf das Einzelne oder das weniger Allgemeine,
-
Schluß
von der Allgemeinheit auf dieselbe Allgemeinheit,
-
Schluß
vom Einzelnen auf das Partikuläre.
Deduktive
Schlüsse sind Grundlage des Deduktionsparadoxons.
http://www.phillex.de/deduktio.htm
Schluß,
direkter
Der
direkte Schluß ist nach Carnap einer der Haupttypen des Induktionsschlusses.
Es
wird von einer Grundgesamtheit auf eine Stichprobe, d. h. auf eine endliche
Klasse von Einzelfällen, die Gesamtheit geschlossen.
http://www.phillex.de/dschluss.htm
Schluß,
distributiver bedingter
Als
distributiven bedingten Schluß bezeichnet man einen Schluß,
in dem eine Prämisse ein disjunktives Urteil ist und dessen andere
Prämissen bedingte Urteile sind.
http://www.phillex.de/db-schl.htm
Schluß,
eduktiver
Als
Eduktion oder eduktiven Schluß bezeichnet L. W. Rutkowski den mittelbaren
Schluß, bei dem aufgrund eines für den Gegenstandes ermittelten
Merkmals diesem ein anderes Merkmal zugeschrieben wird, das bereits mehr
oder weniger verborgen in dem ersten enthalten ist.
Die
wichtigste Art der Eduktion sind nach Rutkowski die Wahrscheinlichkeitsschlüsse.
http://www.phillex.de/eduktion.htm
Schluß,
einfacher
Als
einfachen Schluß bezeichnet man einen Schluß, der nicht in
andere Schlüsse zerlegt werden kann.
http://www.phillex.de/einfschl.htm
Schluß,
falscher
Als
falschen Schluß oder Fehlschluß (lat. fallacia) bezeichnet
man einen Schluß, bei dem das abgleitete Urteil nicht der Wirklichkeit
entspricht.
Seit
Aristoteles ist es üblich logisch falsche Schlüsse und Fehlschlüsse
infolge des sprachlichen Ausdrucks zu unterschieden.
Nach
der mit dem Schluß verbundenen Absicht unterscheidet man Paralogismus
und Sophismus.
http://www.phillex.de/fehlschl.htm
Schluß,
gesicherter
Als
gesicherten Schluß bezeichnet man einen mittelbarer Schluß
dessen Schlußsatz wahr ist.
http://www.phillex.de/gesischl.htm
Schluß,
induktiver
Die
Induktion (auch: induktive Methode, induktiver Schluß) ist neben
der Abduktion eine der beiden Arten des nichtdeduktiven Schließens.
F. Bacon stellt sie der Antizipation gegenüber. Manchmal versteht
man unter Induktion noch heute das Aufsteigen vom Besonderen zum Allgemeinen
und stellt die induktiven Schlüsse den deduktiven Schlüssen als
Schlüssen, die vom Allgemeinen zum besonderen führen, entgegen.
Diese Gegenüberstellung geht auf den Begriff der epagoge bei Aristoteles
zurück.
Gegen
die Berechtigung der Induktion treten die Skeptiker auf. Die Induktion
kann nicht alle Fälle berücksichtigen. Wenn sie aber nur einige
Fälle berücksichtigt, so ist möglich, daß der Verallgemeinerung
einige nicht berücksichtigte Fälle entgegentreten.
http://www.phillex.de/induktio.htm
Schluß,
inverser
Der
inverse Schluß ist nach Carnap einer der Haupttypen des Induktionsschlusses.
Es
wird von einer Stichprobe auf die Gesamtheit geschlossen.
http://www.phillex.de/ischluss.htm
Schluß,
logischer falscher
Als
logisch falschen Schluß oder fallacia extra dictionem bezeichnet
man einen Fehlschluß, bei dem der Gedankeninhalt oder die Form der
Verbindung der Urteile falsch ist.
Wir
unterscheiden u. a.:
-
Unterschieben
einer These,
-
Wer zuviel
beweist, beweist gar nichts,
-
error fundamentalis,
-
post hoc,
ergo propter hoc,
-
falsche
Disjunktion,
-
petitio
principii,
-
Tautologie
in der Definition,
-
circulus
vitiosus,
-
quaternio
terminorum,
-
Schluß
vom bedingt Gesagten zum schlechthin Gesagten,
-
Vermengung
vieler Fragen zu einer
-
a nescire
ad non esse
http://www.phillex.de/fallac1.htm
Schluß
mit Relationsstufen
Als
Schluß mit Relationsstufen bezeichnet man eine Form des mittelbaren
Schlusses mit Relationsurteilen. Dieser Schlußtyp war bereits den
Stoikern bekannt. Sie führen folgendes Beispiel an:
Der
Wohlstand des Theon ist zweimal größ als der des Dion.
Der
Wohlstand des Phylon ist zweimal größer als der des Theon.
Der
Wohlstand des Phylon ist viermal größer als der des Dion.
Dieses
Schlußverfahren wurde u. a. von Galen analysiert.
http://www.phillex.de/rel-schl.htm
Schluß,
mittelbarer
Als
mittelbaren Schluß bezeichnet man einen Schluß in dessen Ergebnis
aus einem oder mehreren bekannten Urteilen ein neues Urteil erhalten wird,
das neues Wissen enthält.
Beispiele
für mittelbare Schlüsse sind:
-
der einfache
kategorische Syllogismus
-
der progressive
Syllogismus
-
der regressive
Syllogismus
-
der Syllogismus
nach Analogie
-
der eduktive
Schluß
-
der Wahrscheinlichkeitsschluß
http://www.phillex.de/m-schl.htm
Schluß,
modaler
Als
modalen Schluß bezeichnet man einen mittelbarer Schluß, der
auf einer Veränderung der Modalität der Urteile basiert.
In
derartigen Schlüssen kann man
-
vom Notwendigen
auf das Wirkliche,
-
vom Notwendigen
und vom Wirklichen auf das Mögliche,
-
vom Unmöglichen
und vom Nichtwirklichen auf das Nichtnotwendige
schließen.
http://www.phillex.de/mod-schl.htm
Schluß,
reiner
Als
reinen Schluß (lat.: ratiocinium purum) bezeichnet Kant einen mittelbaren
Schlüß aus drei Urteilen, die durch einen Mittelbegriff verbunden
sind. Z. B. ist der einfache kategorische Syllogismus ein reiner Schluß.
Der
reine Schluß wird dem vermischten Schluß gegenübergestellt.
http://www.phillex.de/reinschl.htm
Schluß,
traduktiver
Als
Traduktion oder traduktiven Schluß bezeichnet L. W. Rutkowski den
Schluß aufgrund der Ähnlichkeit, der Identität und der
bedingten Abhängigkeit.
http://www.phillex.de/tradukt.htm
Schluß,
unmittelbarer
Als
unmittelbaren Schluß bezeichnet man einen Schluß, in dem neues
Wissen aus nur einer Prämisse abgeleitet wird. Aristoteles betrachtete
die unmittelbaren Schlüsse als logische Hilfsmittel.
Man
kann folgende unmittelbaren Schlüsse unterscheiden:
-
Schluß
von der Falschheit bzw. der Wahrheit eines Urteils auf die Wahrheit bzw.
Falschheit eines kontradiktorischen Urteils,
-
Schluß
von der Wahrheit eines Urteils auf die Falschheit eines konträren
Urteils,
-
Schluß
von der Wahrheit eines subordinierenden Urteils auf die Wahrheit eines
subordinierten Urteils und von der Falschheit eines subordinierten Urteils
auf die Falschheit eines subordinierenden Urteils,
-
Konversion
und Obversion und
-
Kontraposition.
http://www.phillex.de/unm-schl.htm
Schluß,
vermischter
Als
vermischten Schluß (lat.: ratiocinium hybridum) bezeichnet Kant einen
Schluß, der nur durch die Vereinigung von mehr als drei Urteilen
möglich ist.
Der
vermischte Schluß wird dem reinen Schluß gegenübergestellt.
http://www.phillex.de/miscschl.htm
Schluß
vom bedingt Gesagten zum schlechthin Gesagten
Als
Schluß vom bedingt Gesagten zum schlechthin Gesagten (lat.: fallacia
a dicto secundum quid ad dictum simpliciter) heißt der logische Fehlschluß,
bei dem eine nur unter bestimmten Bedingungen wahre These als ein Argument
verwendet wird, das unter allen Bedingungen richtig ist.
Der
Schluß verletzt den Satz vom zureichenden Grunde.
http://www.phillex.de/adicto.htm
Schluß
von der Distributivbedeutung zur Kollektivbedeutung
Als
Schluß von der Distributivbedeutung zur Kollektivbedeutung (lat.:
fallacia a sensu diviso ad sensum compositum) bezeichnet man den Fehlschluß
infolge des sprachlichen Ausdruck, bei dem vom zusammengesetzten Ganzen
das behauptet wird, was für jedes seiner Teile einzeln zutrifft.
Z.
B. schließt ein Kranker, der jedes der Symptome seiner Krankheit
für sich genommen für ungefährlich hält, daß
alle Symptome zusammengenommen ebenfalls ungefährlich sind. Tatsächlich
können alle Symptome für sich genommen ungefährlich sein,
ihre Gesamtheit sich aber als sehr gefährlich erweisen.
http://www.phillex.de/distkoll.htm
Schluß
von der Kollektivbedeutung zur Distributivbedeutung
Als
Schluß von der Kollektivbedeutung zur Distributivbedeutung (lat.
fallacia a sensu composito ad sensum divisum) bezeichnet man einen Fehlschluß
infolge des sprachlichen Ausdrucks.
Vom
jedem Einzelnen wird behauptet, was für das Ganze zutrifft.
Wird
z. B. gesagt, daß eine Bibliothek gut ist, so wird gefolgert, daß
jedes einzelne Buch dieser Bibliothek gut ist.
Ein
anderes Beispiel stammt von Jevons: Er sagt, daß die Minister, die
im Staatsrat sitzen, wahrscheinlich zu vernünftigen Entscheidungen
in einer wichtigen Frage kommen werden. Daraus folgt dem Fehlschluß
von der Kollektivbedeutung zur Distributivbedeutung, daß jeder von
ihnen für sich genommen zu einer vernünftigen Entscheidung kommt.
http://www.phillex.de/kolldist.htm
Schluss,
wahrscheinlicher
Als
Wahrscheinlichkeitsschluß, wahrscheinlichen Schluß oder Wahrscheinlichkeitsurteil
bezeichnet man einen mittelbaren Schluß, in dessen Schlußsatz
kein gesichertes, sondern nur wahrscheinliches Wissen enthalten ist.
Nach
Reichenbach beruht alle unsere Erkenntnis auf Wahrscheinlichkeitsschlüssen.
Als
Wahrscheinlichkeitsschluß bezeichnet L. W. Rutkowski ein Schluß,
bei dem aus dem Vorliegen eines Ereignisses auf zu erwartende Ereignisse
geschlossen wird und wo das abgeleitete Urteil eine Disjunktion ist, in
der auf die relative Bedeutung jedes Gliedes der Disjunktion im Vergleich
zu den übrigen hingewiesen wird.
Wahrscheinlichkeitsschlüsse
sind nach Rutkowski die wichtigste Art eduktiver Schlüsse.
Die
Induktion ist nach Jevons ein Spezialfall des Wahrscheinlichkeitsschlusses.
http://www.phillex.de/w-schl.htm
Schmerz
Schmerz
ist in seinem ursprünglichen Sinn die durch Erregung sensibler Nerven
hervorgerufene Empfindung. Diese Empfindung unterscheidet sich von der
Sinnesempfindung dadurch, daß sie nur auf den eigenen Körper
bezogen wird.
Sie
löst schon bei geringer Intensität starke Unlust aus.
Da
der Schmerz starke Unlust auslöst, wird auch diese Unlust selbst,
das Wiederstreben gegen das empfundene oder wahrgenommene Übel Schmerz
genannt. Der Schmerz gilt als selbstpräsentierende Eigenschaft.
Der
Schmerz ist ein Übel, da er das Erlebnis eines Übels ist.
Man
unterscheidet die durch die Haut (Stechen, Schneiden, Brennen, Jucken)
und die durch innere Organe ausgelösten Schmerzen.
Der
Teil des menschlichen Gehirns, der mit Schmerzempfindung verbunden ist,
ist die Großhirnrinde.
http://www.phillex.de/schmerz.htm
Schmerz,
exzentrischer
Schmerzen
heißen exzentrisch, wenn er seine Ursache an einer anderen Stelle
hat als an der, wo er empfunden wird.
http://www.phillex.de/schmerz.htm#exzentrisch
Schmerz,
irradiiert
Ein
Schmerz heißt irradiiert, wenn er sich auf andere, nicht unmittelbar
betroffene Stellen überträgt.
http://www.phillex.de/schmerz.htm#irradiiert
Schmerz,
seelischer
Der
Schmerz in diesem weiteren Sinn kann sich sowohl im sinnlichen wie im geistigen
finden und auch auf die Erkennntis anderer als körperlicher Schädigungen
beziehen. Er heißt dann seelischer Schmerz.
http://www.phillex.de/schmerz.htm#seelisch
Schottische
Schule
Schottische
Schule nennt man eine philosophische Richtung im 18. und 19. Jahrhundert
in Schottland.
Die
Schottische Schule knüpft an die englische Moralphilosophie und Ästhetik
an und richtet sich unter Berufung auf den common sense gegen den Humeschen
Skeptizismus.
Von
Thomas Reid begründet wandte sie sich neben der Erkenntnislehre und
Religionsphilosophie auch der Ethik, Psychologie und Ästhetik zu.
Wichtige
Vertreter sind James Beattie, Catherine Esther Beecher, Dugald Stewart,
Thomas Brown und James Mackintosh.
http://www.phillex.de/schott.htm
Schreibweise,
klammerfrei
Als
Lukasiewicz-Notation, polnische Notation oder klammerfreie Schreibweise
bezeichnet man eine Notation des Aussagenkalküls, bei der als Aussagenvariablen
kleine Buchstaben, evtl. mit Indizes und als Junktoren große Buchstaben,
evtl. ebenfalls mit Indizes verwendet werden und die keine Klammern benötigt.
Im
Fall der zweiwertigen Logik wird die Konjunktion p ? q durch Kpq, die Alternative
p ? q durch Apq, die Implikation p ? q durch Cpq, die Äquivalenz p
? q durch Epq und die Negation ~p durch Np wiedergegeben.
Der
Ausdruck (p ? (q ? r)) ? (p ? q ? r) wird z. B. zu der Formel CCpCqrCKpqr,
(p ? q) ? r zu CCpqr und der Ausdruck p ? (q ? r) zu CpCqr.
Die
klammerfreie Schreibweise ist eindeutig. Sie wurde von ?ukasiewicz eingeführt
und wird vor allem von polnischen Logikern verwendet.
http://www.phillex.de/luknotat.htm
Schreibweise,
polnische
Als
Lukasiewicz-Notation, polnische Notation oder klammerfreie Schreibweise
bezeichnet man eine Notation des Aussagenkalküls, bei der als Aussagenvariablen
kleine Buchstaben, evtl. mit Indizes und als Junktoren große Buchstaben,
evtl. ebenfalls mit Indizes verwendet werden und die keine Klammern benötigt.
Im
Fall der zweiwertigen Logik wird die Konjunktion p ? q durch Kpq, die Alternative
p ? q durch Apq, die Implikation p ? q durch Cpq, die Äquivalenz p
? q durch Epq und die Negation ~p durch Np wiedergegeben.
Der
Ausdruck (p ? (q ? r)) ? (p ? q ? r) wird z. B. zu der Formel CCpCqrCKpqr,
(p ? q) ? r zu CCpqr und der Ausdruck p ? (q ? r) zu CpCqr.
Die
klammerfreie Schreibweise ist eindeutig. Sie wurde von ?ukasiewicz eingeführt
und wird vor allem von polnischen Logikern verwendet.
http://www.phillex.de/luknotat.htm
Schule,
alexandrinische
Aus
dem Einen strömt die Vernunft aus. Das Eine ist die erste, die Vernunft
die zweite und die Weltseele die dritte Grundlage (hypostasis). Man unterscheidet
neben einer alexandrinischen Schule (Ammonios Sakkas, Plotin, Gemina I,
Gemina II, Porphyrios, Hypatia), eine syrische Schule oder pergamenische
Schule (Iamblichos, Dexippos, Sallustius, Iulianus Apostata, Themistios,
Sosipatra, Aidesios) und eine athenische Schule (Plutarchos, Syrianos,
Aischines, Asklepegenia, Proklos, Simplikios).
http://www.phillex.de/neuplato.htm#schulen
Schule,
athenische
Aus
dem Einen strömt die Vernunft aus. Das Eine ist die erste, die Vernunft
die zweite und die Weltseele die dritte Grundlage (hypostasis). Man unterscheidet
neben einer alexandrinischen Schule (Ammonios Sakkas, Plotin, Gemina I,
Gemina II, Porphyrios, Hypatia), eine syrische Schule oder pergamenische
Schule (Iamblichos, Dexippos, Sallustius, Iulianus Apostata, Themistios,
Sosipatra, Aidesios) und eine athenische Schule (Plutarchos, Syrianos,
Aischines, Asklepegenia, Proklos, Simplikios).
http://www.phillex.de/neuplato.htm#schulen
Schule,
Badische
Die
Südwestdeutsche Schule (auch Badische Schule) bestand von 1890 bis
1930 in Freiburg und Heidelberg. Unter Führung von Windelband und
Rickert vertritt sie eine Wertphilosophie auf dem Boden der kantischen
Philosophie. Sie hebt die Eigenart der Geschichtswissenschaft in ihrer
wertbestimmten und individualisierenden Methode gegenüber den - wie
sie es nennt - wertfreien und generalisierenden Naturwissenschaften hervor.
http://www.phillex.de/neukant.htm#baden
Schule,
Berliner
Die
wichtigsten Vertreter der Berliner Schule der Gestaltpsychologie suchte
anders als die Grazer Schule und die Leipziger Schule in den Gestaltgesetzen
des phänomenalen Feldes die Ursache für psychische Phänomene
wie die optische Wahrnehmung.
Die
wichtigsten Vertreter dieser Schule waren M. Wertheimer, K. Koffka, K.
Lewin und W. Köhler.
http://www.phillex.de/b-schule.htm
Schule
von Chartres
Die
Schule von Chartres ist eine frühe Schule des Nominalismus. Vertreter
dieser Schule sind
-
Gerbert
von Aurillac (Sylvester II.)
-
Fulbert
von Chartres
-
Adelard
von Bath
-
Bernhard
von Chartres
-
Thierry
von Chartres
-
Bernhard
von Tours (Bernhard Silvestris)
-
Wilhelm
von Chonches
-
Gilbert
de la Porrés (Gilbertus Porretanus)
-
John von
Salisbury
-
David von
Dinant
-
Amaury
de Bène (Amalrich von Bena)
-
Alanus
ab insulis (Allain de Lille)
http://www.philosophenlexikon.de/chartres.htm
Schule,
Frankfurter
Frankfurter
Schule nennt man eine sozialphilosophische Richtung, die von Max Horkheimer
und Theodor W. Adorno begründet wurde. Sie ist aus dem Institut für
Sozialforschung in Frankfurt a. M. hervorgegangen und wurde nach 1933 in
die USA verlegt.
Die
Vertreter dieser Schule versuchten die politische Ökonomie von Marx
mit der Psychoanalyse von Freud zu einer kritischen Theorie über die
kapitalistische Gesellschaft zu verbinden. In vielem stimmte ihre Position
mit der von Marcuse überein, der deshalb manchmal dieser Schule zugerechnet
wird.
Zur
1. Generation der Frankfurter Schule gehören weiterhin u. a. K. A.
Wittfogel und F. Borkenau.
Vertreter
der 2. Generation dieser Schule sind J. Habermas, A. Schmidt.
http://www.phillex.de/frankf-m.htm
Schule,
Göttinger
Während
Husserl in Göttingen wirkte (1901-1916), bildete sich ein Gesprächskreis
dieses Namens, indem Schüler und Studenten Husserls arbeiteten. Zu
ihnen gehörte z. B. Edith Stein.
Husserl
selbst hat diesen Gesprächskreis ins Leben gerufen.
Als
Hedwig Conrad-Martius 1910 nach Göttingen kam, wurde sie schnell Vorsitzende
dieser Gesellschaft.
Die
Philosophische Gesellschaft ist später als Göttinger Schule in
die Philosophiegeschichte eingegangen.
http://www.phillex.de/gesell-p.htm
Schule,
Grazer
Der
österreichische Philosoph Alexius Meinong, selbst Schüler von
Brentano, begründete mit seiner Entwicklung der Gegenstandstheorie
eine philosophische Schule, die unter dem Namen Grazer Schule bekannt geworden
ist.
Zur
Grazer Schule gehörten: R. Ameseder, Vittorio Benussi, W. Benussi-Liel,
Christan von Ehrenfels A. Faist, A. Fischer, W. A. Frankl, Alois Höfler,
Ernst Mally, Eduard Martinak, Anton Oelzelt-Newin, H. Pichler R. Saxinger,
E. Schwarz, O. Tumlirz, France Veber, Ferdinand Weinhandl, Stephan Witasek
und Konrad Zindler.
Richard
Hoenigswald, Schüler von Meinong in dessen Grazer Zeit, wird dieser
Schule gewöhnlich nicht zugerechnet.
http://www.phillex.de/grazer.htm
Schule,
Kynische
Kyniker
sind die Mitglieder einer griechischen Philosophenschule, die an Sokrates
anknüpfte. Der Name leitet sich sowohl vom Gymnasium Kynosarges her,
in dem ihr Begründer Antisthenes lehrte, als auch von ihrer Lebensweise
"wie die Hunde" (griech. kyon "Hund"). Vertreter waren Antisthenes, Diogenes
von Sinope, Krates von Theben, Demetrius, Hipparchia, Menedemos, der Kyniker
und Zoilos.
Letzter
Zweck des menschlichen Strebens ist für die Kyniker die Tugend, die
mit der Glückseligkeit zusammenfällt. Tugend ist Bedürfnislosigkeit
und Vermeidung des Bösen und des Übels. Die Tugend ist lehrbar,
bedarf aber zu ihrer Verwirklichung mehr der Tat und Willenskraft als des
Wissens. Die Bedürfnislosigkeit sichert die Unabhängikeit, sie
stellt aber bei den Kynikern auch eine Negation der Kultur, Kunst, Familie,
Staat, Gütern, Wissenschaft und öffentliche Sitte - und zwar
bis zur Erregung öffentlichen Ärgernisses - dar.
Glück
beruht nach der kynischen Lehre auf innerer Unbhängigkeit und Autarkie.
Dieser
Freiheit stehen vor allem drei Hindernisse im Weg: Angst (z.B. vor Schicksalschlägen),
Begierde nach äußeren Gütern und Unwissenheit.
Bedürfnislosigkeit
sowie körperliche und geistige Askese sind die Wege zur Erlangung
der inneren Freiheit. Das Streben der Kyniker nach Bedürfnislosigkeit
ist Reflex des Elends breiter Volksmassen, ihre bloße Negation des
Bestehenden und ihr jede Bindung ablehnender Individualismus Widerspiegelung
der Perspektivlosikgkeit der breiten Massen und ihrer praktischen Aussgeschlossenheit
aus der bestehenden Gesellschaft.
Philosophisch
wurden von den Kynikern teilweise materialistische, nominalistische und
im Gegensatz zum Volksglauben, monotheistische Auffassungen vertreten.
Die Kyniker forderten die Aufhebung aller Schranken des Eigentums, der
Stände, der Nationalität im kosmopolitischen Sinn. Kynische Auffassungen,
in der volkstümlichen Form der Diatribe vorgetragen und deshalb sehr
beliebt, gingen dann in die Stoa ein, und die kynische Schule hörte
zunächst zu existieren auf, doch trat dann im 1. Jh. u. Z. unter ähnlichen
Bedingungen wie zu seiner Entstehungszeit, der Kynismus in Rom erneut hervor
und ist dort noch im 4. Jh. u. Z. nachzuweisen.
Die
Ablehnung der kynischen Lebenshaltung durch die besitzenden Schichten führte
zu den abwertenden Begriffen Zyniker und Zynismus.
http://www.phillex.de/kyniker.htm
Schule,
Kyrenaische
Die
kyranaische Schule ist eine griechische Philosophenschule. Sie ist nach
der Heimatstadt ihres Gründers Aristippos von Kyrene d. Ä. benannt.
Von
den Kyrenaikern, die u. a. an Sokrates anknüpften, wurde ein hedonistischer
Standpunkt vertreten. Nicht der ist frei, der sich der Lust entzieht, sondern
der sie erstrebt und erreicht, ohne deshalb den Verhältnissen untertan
zu sein.
Um
zum maximalen Lustgewinn zu gelangen, braucht man Selbstbeherrschung, Mäßigung,
Einsicht in die Möglichkeiten des Lustgewinns und Kenntnis der Feinde
des Glücks (Aberglauben, Leidenschaften).
Die
Kyrenaiker suchten vor allem die körperliche Lust, lehnten aber die
geistige nicht ab. Sie vertraten einen individualistischen Standpunkt.
Annikeris
von Kyrene erweiterte die Lustlehre um eine soziale Komponente. Er akzeptierte
auch den Einsatz für den Mitmenschen als Lustquelle.
Im
3. Jh. v. u. Z. trat bei Hegesias eine Wendung zum Pessimismus und zur
Befürwortung des Todes ein.
Nach
Meinung der Kyrenaiker sind nur die eigenen Sinneswahrnehmungen sicher.
Die objektive Welt und die Wahrnehmungen der anderen bleiben unbekannt.
Die
atheistischen Züge der kyrenischen Schule werden besonders bei Theodoros
dem Atheisten deutlich.
Weitere
Vertreter sind Arete von Kyrene, Antipater von Kyrene, Euhemeros aus Messene
und Aristippos von Kyrene d. J..
Epikur
war von der kyrenischen Schule stark beeinflußt.
http://www.phillex.de/kyrene.htm
Schule,
Leipziger
Die
Leipziger Schule der Gestaltpsychologie bildete sich um Felix Krueger.
Anders
als die Grazer Schule und die Berliner Schule suchte die Leipziger Schule
im Gefühlsgrund des Erlebens die Ursache solcher psychischen Phänomene
wie die optische Wahrnehmung.
http://www.phillex.de/l-schule.htm
Schule,
Marburger
Die
Marburger Schule versteht Philosophie als Theorie der exakten Wissenschaften
und versucht, an Kants transzendentaler Deduktion anknüpfend, die
logischen Bedingungen der Naturwissenschaften und der Mathematik aufzuklären.
Die
Marburger Schule wurde von Hermann Cohen und Paul Natorp begründet.
Zu ihr gehören auch Ernst Cassirer, Karl Vorländer, Arthur Liebert,
Eduard Bernstein und der jüngere Nicolai Hartmann.
http://www.phillex.de/neukant.htm#marburg
Schule,
Paduaner
Die
Paduaner Schule ist eine aristotelische Schule in der Renaissance. Die
wichtigsten Vertreter sind Zabarella und Cremonius. Die paduanischen Aristoteliker
bilden die Logik zu einer Forschungsmethode für die Physik aus.
http://www.phillex.de/padua.htm
Schule,
physiologische neukantianische
Hermann
von Helmholtz ist Gründer der physiologischen neukantianischen Schule.
Zu dieser Schule gehörte auch Gustav Theodor Fechner, Johannes Müller,
Friedrich Albert Lange und Emil Du Bois-Reymond. Diese Schule deutete Kants
Philosophie als Vorwegnahme der wissenschaftlichen Physiologie.
http://www.phillex.de/neukant.htm#physiologie
Schule,
pergamenische
Aus
dem Einen strömt die Vernunft aus. Das Eine ist die erste, die Vernunft
die zweite und die Weltseele die dritte Grundlage (hypostasis). Man unterscheidet
neben einer alexandrinischen Schule (Ammonios Sakkas, Plotin, Gemina I,
Gemina II, Porphyrios, Hypatia), eine syrische Schule oder pergamenische
Schule (Iamblichos, Dexippos, Sallustius, Iulianus Apostata, Themistios,
Sosipatra, Aidesios) und eine athenische Schule (Plutarchos, Syrianos,
Aischines, Asklepegenia, Proklos, Simplikios).
http://www.phillex.de/neuplato.htm#schulen
Schule
des Pythagoras
Personen
-
Aisara
von Lukania
-
Alkmaion
von Kroton
-
Apollonius
von Tyana
-
Aresas
-
Arignote
von Samos
-
Babelyka
von Argos
-
Bitale
-
Boio von
Argos
-
Cheilonis
-
Damo
-
Echekrateia
von Phlius
-
Ekkelo
von Lukania
-
Habrotelia
von Tarent
-
Kleaichma
-
Kratesikleia
-
Lasthenia
von Mantinea
-
Melissa
-
Moderatos
-
Myia
-
Numenios
von Apameia
-
Okkelo
von Lukania
-
Peisirrhode
von Tarent
-
Philolaos
-
Philtys
-
Phyllis
-
Ptolemaios,
Klaudios
-
Pythagoras
-
Theadusa
von Lakedaimon
-
Theano
von Kroton
-
Timycha
-
Tyrsenis
von Sybaris
-
Zalmoxis
http://www.phillex.de/pythagor.htm
Schule,
Schottische
Schottische
Schule nennt man eine philosophische Richtung im 18. und 19. Jahrhundert
in Schottland.
Die
Schottische Schule knüpft an die englische Moralphilosophie und Ästhetik
an und richtet sich unter Berufung auf den common sense gegen den Humeschen
Skeptizismus.
Von
Thomas Reid begründet wandte sie sich neben der Erkenntnislehre und
Religionsphilosophie auch der Ethik, Psychologie und Ästhetik zu.
Wichtige
Vertreter sind James Beattie, Catherine Esther Beecher, Dugald Stewart,
Thomas Brown und James Mackintosh.
Die
Philosophie des common sense wirkt auch in Deutschland (F. H. Jacobi und
die Popularphilosophie), Frankreich (Royer-Collard) und England (William
Hamilton).
http://www.phillex.de/schott.htm
Schule,
Südwestdeutsche
Die
Südwestdeutsche Schule (auch Badische Schule) bestand von 1890 bis
1930 in Freiburg und Heidelberg. Unter Führung von Windelband und
Rickert vertritt sie eine Wertphilosophie auf dem Boden der kantischen
Philosophie. Sie hebt die Eigenart der Geschichtswissenschaft in ihrer
wertbestimmten und individualisierenden Methode gegenüber den - wie
sie es nennt - wertfreien und generalisierenden Naturwissenschaften hervor.
http://www.phillex.de/neukant.htm#baden
Schule,
syrische
Aus
dem Einen strömt die Vernunft aus. Das Eine ist die erste, die Vernunft
die zweite und die Weltseele die dritte Grundlage (hypostasis). Man unterscheidet
neben einer alexandrinischen Schule (Ammonios Sakkas, Plotin, Gemina I,
Gemina II, Porphyrios, Hypatia), eine syrische Schule oder pergamenische
Schule (Iamblichos, Dexippos, Sallustius, Iulianus Apostata, Themistios,
Sosipatra, Aidesios) und eine athenische Schule (Plutarchos, Syrianos,
Aischines, Asklepegenia, Proklos, Simplikios).
http://www.phillex.de/neuplato.htm#schulen
Schweizer-(1)-Intersection
Die
Schweizer-(1)-Intersection ist (für p > 0) wie folgt definiert:
et10p(x,
y) =df max(0, xp+yp-1)1/p
Die
Schweizer-(1)-Intersection erfüllt die Normalbedingung. Sie ist eine
T-Norm (was zu zeigen bleibt).
http://www.phillex.de/konjmehr.htm#et10
Schweizer-(1)-Union
Die
Schweizer-(1)-Union ergibt sich für p > 0 nach der Formel:
vel7p
(x, y) =df 1 - max(0, min(1,((1-x)p+(1-y)p-1)1/p))
Für
p = 1 ergibt sich die Bounded Sum.
Ob
es sich bei jeder Schweizer-(1)-Union um eine T-Conorm handelt bleibt zu
prüfen.
http://www.phillex.de/altamehr.htm#vel7
Schweizer-(2)-Intersection
Die
Schweizer-(2)-Intersection errechnet sich für (p > 0):
et11p(x,
y) =df 1/(1/xp+1/yp-1)1/p, falls x ? 0 und y ? 0, 0 sonst.
Für
p = 1 ergibt sich das Hamacher-Produkt, also
et111(x,
y) = 1/(1/x+1/y-1)
Die
Schweizer-(2)-Intersection erfüllt die Normalbedingung und ist eine
T-Norm (was zu zeigen bleibt).
http://www.phillex.de/konjmehr.htm#et11
Schweizer-(2)-Union
Die
Schweizer-(2)-Union ergibt sich für p > 0 nach der Formel:
vel8p
(x, y) =df 1-1/((1-x)-p+(1-y)-p-1)
Für
p = 1 ergibt sich für die Hamacher Sum.
Ob
es sich bei der Schweizer-(2)-Union um eine T-Conorm handelt bleibt zu
prüfen.
http://www.phillex.de/altamehr.htm#vel8
Schweizer-(3)-Intersection
Die
Schweizer-(3)-Intersection ergibt sich (für p > 0) wie folgt:
et12p(x,
y) =df 1 - ((1-x)p+(1-y)p-(1-x)p * (1-y)p) 1/p, falls x ? 0 oder y ? 0,
0 sonst.
Für
p = 1 entspricht die Schweizer-(3)-Intersection dem Algebraic Product.
Die
Schweizer-(3)-Intersection erfüllt die Normalbedingung und ist eine
T-Norm (was zu zeigen bleibt).
http://www.phillex.de/konjmehr.htm#et12
Schweizer-(3)-Union
Die
Schweizer-(3)-Union ist für p > 0 definiert. Die Wahrheitswertfunktion
wird wie folgt berechnet:
vel9p
(x, y) =df (xp+yp-xp*yp)1/p
Für
p = 1 ergibt sich die Formel:
vel91
(x, y) =df x + y - x * y
Diese
Formel ist nur bei unendlicher Quasiwahrheitswertmenge oder im zweiwertigen
Fall sinnvoll. Diese Alternative erfüllt die Normalbedingung der Alternative
und ist die zum Algebraic Product gehörende T-Conorm.
Ob
es sich bei jeder Schweizer-(3)-Union um eine T-Conorm handelt bleibt zu
prüfen.
http://www.phillex.de/altamehr.htm#vel9
Seinsquantor
Als
Existenzquantor, Partikularisator oder Seinsquantor bezeichnet man den
Quantor der Partikularisierung.
Für
den Existenzquantor werden gewöhnlich die Symbole ? und verwendet.
Mitunter, vor allem in älterer Literatur, findet man auch die Symbole
(E ...), ? und E.
Der
Existenzquantor wird entsprechend seiner Bedeutung als für mindestens
ein, es gibt mindestens ein oder es existiert wenigstens ein gelesen.
Beispiel:
Einige Raben sind schwarz, läßt sich lesen als: Es gibt ein
x, dass ein Rabe ist und das schwarz ist.
Wenn
R als Abkürzung von ist ein Rabe und S als Abkürzung von ist
schwarz verwendet wird, kann diese Aussage wie folgt symbolisiert werden:
?x (Rx ? Sx).
In
der klassischen zweiwertigen Prädikatenlogik läßt sich
der Existenzquantor auf den Allquantor zurückführen: ?x A(x)
läßt sich nämlich lesen als: ~?x ~A(x).
Urteile,
die Existenzquantoren enthalten, heißen partikuläre Urteile.
http://www.phillex.de/exquant.htm
Selbstgenügsamkeit
Den
Kynikern, dem Demokritos und den Stoiker galt im Anschluß an eine
Lehre des Sokrates [Xenophon, Memor. I 6, 10] die Autarkie (Selbstgenügsamkeit,
Bedürfnislosigkeit) als Ziel des Weisen.
http://www.phillex.de/beduerf.htm#autarkie
Selbstgewissheit
Descartes
beanspruchte auf der Grundlage seines methodischen Zweifels, die Selbstgewißheit
des Denkenden als objektive Gewißheit ausgewiesen zu haben.
Bei
Hegel stellt die sinnliche Gewißheit ein erstes unmittelbares Wissen
dar.
Es
gibt nach Milhaud eine mathematisch-logische Gewißheit, die um so
weniger objektiv ist, desto strenger sie ist. Die logische Gewißheit
beruht auf dem Satze des Widerspruches Sie hat nichts mit der Wirklichkeit
zu tun. Die mathematische Gewißheit ist subjektiver Art, da sie auf
Schöpfungen des Geistes zu Zwecken der Exaktheit beruht. Sie basiert
auf (empirisch beeinflußten) fiktiven Begriffen oder Symbolen von
Selektionswert, welche die Wissenschaft fördern.
http://www.phillex.de/gewissh.htm#selbst
Selbstpräsentierend
Eine
Eigenschaft heißt selbstpräsentierend (selfpresenting property),
wenn sie folgender Bedingung genügt: Hat jemand die Eigenschaft F
und erwägt er, ob er F hat, so ist er auch überzeugt, F zu haben.
Nach
Chisholm ist die Selbstzuschreibung selbstpräsentierender Eigenschaften
eine Quelle der Gewißheit.
Ein
Beispiel für eine selbpräsentierende Eigenschaft ist die Eigenschaft
Schmerzen zu haben. Wer Schmerzen hat, ist sich dessen bewußt, daß
er Schmerzen hat, sofern seine Aufmerksamkeit nicht gänzlich abgelenkt
ist.
http://www.phillex.de/selbeig.htm
Semantik
Als
Semantik bezeichnet man die Theorie vom Verhältnis von Repräsentationen
und dem was sie repräsentieren.
http://www.phillex.de/semantik.htm
Semantische
Wahrheitstheorie
Eine
besondere Variante der Korrespondenztheorie ist die semantische Wahrheitstheorie
Tarskis.
http://www.phillex.de/wahrheit.htm#tarski
Semele-Problem
Semele
zeugte mit Zeus Dionysos. Auf den Rat der eifersüchtigen Hera, die
ihr in Gestalt einer Amme erschien, wünschte Semele sich von Zeus,
er sollte ihr in seiner eigentlichen Gestalt erscheinen. Dieser, gebunden
durch das Versprechen, ihr jeden Wunsch zu erfüllen, erschien in Blitz
und Donner und verbrannte sie. Ihr ungeborenes Kind, Dionysos, wurde durch
Zeus gerettet, der es im Schenkel eingenäht austrug.
Ich
nenne das Problem, ob man in solchen Situationen (in denen derjenige dem
man etwas versprochen hat, einen erheblichen Nachteil von der Einlösung
des Versprechens hat) wie Zeus ein Versprechen halten muß, Semele-Problem.
Immerhin hat Zeus zumindest die Folgen der Versprechenseinlösung so
gering wie möglich gehalten.
Das
Semele-Problem verdeutlicht ein Problem u. a. der Sprechakttheorie, in
der aus einem Versprechen die Pflicht zu dessen Einlösung abgeleitet
wird.
http://www.phillex.de/semele.htm
sense
data
Mit
Sinnesdaten (engl. sense data, von lat. datum gegeben) bzw. Sinneseindrücke
werden von modernen Empiristen diejenigen Eindrücke bzw. inneren Erlebnisse
bezeichnet, die im Bewußtsein durch Einwirkung äußerer
Gegenstände auf die Sinnesorgane hervorgerufen werden. Die Sinneseindrücke
werden durch die Apprehension erlangt.
Der
Begriff Sinneseindruck ist mit dem Sinneseindruckes (phantasia) verwandt.
Die
klassischen englischen Empiristen nannten die Sinnesdaten Idee (Locke:
idea) oder Sinneseindruck (Hume: impression).
Meist
nimmt man an, daß ein Sinnesdatum etwas Inneres, Privates und Einfaches
ist. Andere betrachten die Sinnesdaten als Teil des physischen Gegenstands
oder als etwas, das in bezug auf den Gegenstand bewußtseinsmäßig
bzw. physisch neutral ist.
Sinnesdaten
haben für Locke vor allem die Aufgabe, zwischen äußerem
Objekt und dem epistemischen Subjekt zu vermitteln. Sie repräsentieren
das Objekt in der Wahrnehmung.
http://www.phillex.de/sinndat.htm
sensus
communis
Als
Gemeinsinn (lat. sensus communis, engl. common sense) oder gemeinen bzw.
gesunden Menschenverstand bzw. Verstand bezeichnet man in der Philosophie
ein Vermögen zu Wissen oder zu ethischen Einsichten zu gelangen, ohne
auf rationale Argumente zurückgreifen zu müssen.
Wir
finden den Begriff bereits in der Antike. Für Aristoteles ist der
common sense eine Art innerer Sinn, ein Mittleres zwischen der Sinnestätigkeit
der einzelnen Sinne und dem Verstand (De Anima III 2).
http://www.phillex.de/gemsinn.htm
seq-Funktion
Von
den 16 zweistelligen Wahrheitswertfunktionen sind einige von besonderem
Interesse. Die 2. Funktion ist die vel-Funktion, die 5. Funktion ist die
seq-Funktion, die 7. Funktion ist die eq-Funktion und die 8. Funktion die
et-Funktion.
Sie
entsprechen den zweistelligen Aussagenoperationen Alternative, Implikation,
Äquivalenz und Konjunktion. Daher werden diese Funktionen oft auch
durch diese Worte benannt.
Die
non-, et-, vel-, seq- und eq-Funktion werden auch die klassischen Wahrheitswertfunktionen
genannt.
http://www.phillex.de/wahrfkt.htm#zweistellig
Sheffer-Funktion
Die
10. Funktion heißt auch die aut-Funktion und wird Antivalenz genannt.
Sie entspricht der zweistelligen Aussagneoperation entweder - oder. Die
9. Funktion wird die Sheffer- oder nand-Funktion, die 15. die Nicod-, Peirce-
oder nor-Funktion genannt. Die 3. Funktion nennt man auch Gegenimplikation
oder Replikation.
http://www.phillex.de/wahrfkt.htm#zweistellig
Sinn,
moralischer
Der
Begriff moral sense (dt.: moralischer Sinn) bringt zum Ausdruck, daß
moralische Wertungen einem Vermögen der Seele entspringen, die Harmonie
oder Disharmonie ihres Zustandes zu empfinden und dabei in Form der sittlichen
Entscheidung Stellung zu nehmen (Shaftesbury).
Der
moral sense ist den anderen Sinnen darin ähnlich, daß er verschiedenen
Menschen gleiche Erfahrungen vermittelt und daher zu erklären vermag,
warum Menschen dieselben moralischen Urteile fällen, ohne auf die
Annahme zurückzugreifen, daß es besondere moralische Tatsachen
gebe.
Beim
moral sense handelt es sich um ein Prinzip der menschlichen Natur, das
nicht auf einfachere Erlebnisweisen oder auf die Vernunft zurückgeführt
werden kann.
http://www.phillex.de/empirism.htm#moralsense
Sinnesdatum
Mit
Sinnesdaten (engl. sense data, von lat. datum gegeben) bzw. Sinneseindrücke
werden von modernen Empiristen diejenigen Eindrücke bzw. inneren Erlebnisse
bezeichnet, die im Bewußtsein durch Einwirkung äußerer
Gegenstände auf die Sinnesorgane hervorgerufen werden. Die Sinneseindrücke
werden durch die Apprehension erlangt.
Der
Begriff Sinneseindruck ist mit dem Sinneseindruckes (phantasia) verwandt.
Die
klassischen englischen Empiristen nannten die Sinnesdaten Idee (Locke:
idea) oder Sinneseindruck (Hume: impression).
Meist
nimmt man an, daß ein Sinnesdatum etwas Inneres, Privates und Einfaches
ist. Andere betrachten die Sinnesdaten als Teil des physischen Gegenstands
oder als etwas, das in bezug auf den Gegenstand bewußtseinsmäßig
bzw. physisch neutral ist.
Im
Phänomenalismus gilt das Sinnesdatum als unmittelbarer Wahrnehmungsgegenstand
und als Grundlage der Erkenntis.
Weiter
nennen einige Empiristen alles, was direkt im Akt der Perzeption gegeben
ist, ein Sinnesdatum, ganz gleich, ob es einfach oder komplex ist.
http://www.phillex.de/sinndat.htm
Sinneseindruck,
erfassender
Innerhalb
der Sinneseindrücke haben sie eine Klasse hervorgehoben, die erfassenden
Sinneseindrücke.
Zenon
von Kition charakterisiert ihn durch zwei Bedingungen:
1.
Er wird durch etwas verursacht, das tatsächlich ist.
2.
Er ist entsprechend dem, was tatsächlich ist, eingesiegelt und abgedrückt,
d.h. er gibt die Sache so wieder, wie sie tatsächlich ist. [2]
Der
erfassende Eindruck ist das Wahrheitskriterium. Es fragt sich, wie man
erkennen kann, daß diese beiden Bedingungen erfüllt sind. Ein
Vergleich des Eindrucks mit der Sache ist nur durch den Eindruck gegeben.
Außerdem wäre dann der erfassende Eindruck kein Wahrheitskriterium
mehr. Wahrheitskriterium wäre dann vielmehr die Übereinstimmung
des Eindrucks mit der Wirklichkeit.
http://www.phillex.de/stoaerk.htm#erfassendersinneseindruck
Sinnesempfindung
Als
Empfindung (lat. sensation, sensio; engl. sensation) oder Sinnesempfindung
werden entweder Sinnesdaten oder die Perzeption bezeichnet.
Unter
Empfindungen stellt man sich in der Regel elementare Bestandteile oder
Inhalte der Sinneswahrnehmung, des Bewußtseins oder des Erlebens
vor, die in einem Subjekt durch (meistens äußere) Reize veranlaßt
werden.
Zu
den Bestimmungen von Empfindungen gehören vor allem die Qualität,
die Intensität sowie die Dauer.
Empfindungen
können nach den betroffenen Sinnen eingeteilt werden (Gesichts-, Gehör-,
Tastempfinden ...). Außerdem lassen sich Empfindungen nach dem einteilen,
was empfunden wird bzw. welche Qualität die Empfindung hat (Farb-,
Klang-, Temperaturempfindung ...).
http://www.phillex.de/empfind.htm
Sinnestäuschung
Sinnestäuschungen
werden Illusionen der Wahrnehmung genannt.
Bei
allen Sinnen können Täuschungen vorkommen.
Am
besten untersucht sind allerdings die visuellen Täuschungen.
Beispiele
von Sinnestäuschungen sind:
-
ein teilweise
im Wasser liegender Stock, der gebrochen erscheint;
-
zwei Eisenbahngleise,
die sich in der Entfernung zu treffen scheinen;
-
die Müller-Leyer-Illusion
(auch: Müller-Illusion)
http://www.phillex.de/sinnest.htm
Sinnlichkeit
Als
Sinnlichkeit bezeichnet man die Fähigkeit zur Perzeption. Man spricht
daher auch (nicht ganz korrekt) vom Wahrnehmungsvermögen.
Im
Empirismus wird die These vertreten, daß alles Wissen über die
Wirklichkeit aus der Sinneserfahrung stammt und daß alle Begriffe
von der Sinneserfahrung abgeleitet sind.
Im
Sensualismus (Mach) wird die These vertreten, daß alle Erkenntnis
aus des Sinneseindrücken stammt.
Kant
beschreibt die Sinnlichkeit als Rezeptivität, die uns in der Begegnung
der Gegenstände Anschauung ermöglicht.
Bei
Hegel stellt die sinnliche Gewißheit ein erstes unmittelbares Wissen
dar.
http://www.phillex.de/sinnlk.htm
Sinnzusammenhängen,
Erklärung aus
Als
Erklärung aus Sinnzusammenhängen bezeichnet man die Erklärung
eines Phänomens durch den Hinweis, daß es in einem bestimmten
Zusammenhang als sinnvoll erscheint. Diese Erklärungsform wird oft
in der Literatur- und Geschichtswissenschaft benutzt, um eine bestimmte
Textstelle oder eine geschichtliche Erscheinung aus dem Sinnzusammenhang,
in dem sie lokalisiert ist, zu erklären.
Es
ist umstritten, ob Erklärung aus Sinnzusammenhängen durch Ursachenerklärungen
und Dispositionserklärungen ersetzt werden können oder überhaupt
mit ihnen vereinbar sind.
http://www.phillex.de/sinnerkl.htm
Skandal
der Philosophie
In
der Kritik der reinen Vernunft schreibt Kant: "so bleibt es immer ein Skandal
der Philosophie und allgemeinen Menschenvernunft, das Dasein außer
uns ... bloß auf Glauben annehmen zu müssen und, wenn es jemandem
einfällt es zu bezweifeln, ihm keinen genugthuenden Beweis entgegenstellen
zu können" [1].
http://www.phillex.de/skandal.htm
Skepsis
-
Etymologie
-
Grundhese
des Skeptizismus
-
Brentano's
Vier-Phasen-Lehre
-
Arten der
Skepsis
-
Richtungen
der antiken Skepsis
-
Renaissance-Skepsis
-
Universelle
und partielle Skepsis
-
Absolute
und relative Skepsis
-
Erkenntnisskeptizismus,
Wahrheitsskeptizismus
-
Methodischer
Zweifel
-
Einwände
-
Ist der
Skeptizismus logisch widerspruchsfrei?
-
Ist der
Skeptizismus theoriefeindlich?
-
Ist der
Skeptizismus unpraktisch?
-
Ist der
Skeptizismus verifikationistisch?
-
Ist der
Skeptizismus relevant?
-
Ist der
Skeptizismus realistisch?
-
Partielle
Skeptiken
-
Wahrnehmungsskeptizismus
-
Vierwertige
skeptische Logik
-
Ethische
Skepsis
-
Logische
Skepsis
-
Wissenschaftstheoretische
Skepsis
-
Theologische
Skepsis
http://www.phillex.de/skepsis.htm
Skepsis,
absolute
Die
absolute Skepsis behauptet, daß die Wahrheit schlechthin, d. h. für
jedermann, unerkennbar sei.
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#absrelat
Skepsis,
partielle
Die
Varianten des partiellen Skeptizismus beschränken sich auf einen bestimmten
Typ von Aussagen oder Urteilen (z. B. apriorische) bzw. auf einen bestimmten
Erkenntnisbereich (z. B. der ethische Skeptizismus (moral scepticism),
der juristische, der ästhetische, der pädagogoische, der logische,
der metaphysisch-theologische und der wissenschaftstheoretische Skeptizismus).
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#unipart
Skepsis,
relative
Die
relative Skepsis bezieht sich dagegen nur auf den gegenwärtigen Zustand
des Skeptikers und läßt offen, ob eine Wahrheit schlechthin
unerkennbar sei. Der relative Skeptiker sagt nur, daß ihm die Wahrheit
bisher verwehrt war, obgleich sie ihm zu einem späteren Zeitpunkt
oder jemand anderem erreichbar sein mag.
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#absrelat
Skepsis,
universale logische
Stegmüller
redet von einer universalen logischen Skepsis (auch: Ableitungsskepsis),
wenn keinerlei Deduktionsregel anerkannt wird [49].
Eine
solche Position ist widerspruchsfrei vertretbar, wenn sie nicht versucht,
sich selbst zu begründen (dazu würden Regeln benötigt) [50].
Der
universale logische Skeptizismus braucht weder allen Tatsachensätzen
noch alle generellen Aussagen den Wahrheits- bzw. Erkenntnistheorie absprechen
[51] und kann auch die unendliche Zahl von Erkenntnissen zugestehen [52],
indem er wie manche Theorie der modernen Logik von einer unendlichen Zahl
von Axiomen ausgeht [53]. Der allwissende Geist ist ein Beispiel für
einen logischen Skeptiker, da er ohne Schlüsse zu benutzen von vornherein
alles weiß [54].
http://www.phillex.de/skepsis7.htm#unilog
Skepsis,
universelle
Der
universelle Skeptizismus (auch: epistemologischer Skeptizismus, genereller
Skeptizismus) richtet sich gegen die Erkennbarkeit der Wahrheit jedes Urteiles.
Dieser Richtung ist die pyrrhonische Skepsis zuzurechnen. J. F. Budde nennt
sie in einer Arbeit von 1698 allgemeinen Skeptizismus [9]. Wolfgang Stegmüller
nennt sie Universalskepsis [10].
Die
verschiedenen Bezeichnungen (bis auf die des epistemologischen Skeptizismus)
gehen wohl auf die gemeinsame lateinische Wurzel universalis zurück.
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#unipart
Skeptische
Wahrheitstheorie
Die
philosophische Skepsis vertritt die Auffassung, daß die Wahrheit
eines Urteils nicht erkennbar sei. Dabei wird die Wahrheit - zumindest
bei den Skeptikern der Antike - als Übereinstimmung des im Urteil
ausgedrückten Sachverhaltes mit dem wirklichen, erkenntnisunabhängigen
Sachverhalt verstanden, auf den sich das Urteil beziehe. Damit vertritt
zumindest die antike Skepsis eine Korrespondenztheorie der Wahrheit.
Der
Skeptiker geht davon aus, daß wir in unseren Urteilen den Anspruch
erheben, einen Gegenstand so zu beschreiben, wie er an sich selbst und
unabhängig von unseren jeweiligen Vorstellungen von ihm beschaffen
sei.
Gegen
diesen Anspruch richtet er sich, weil ihm die Einlösung dieses Anspruch
unbeweisbar erscheint. Viele Skeptiker bestreiten jedoch nicht, daß
es möglich sei, daß ein Urteil den Anspruch erfülle und
somit wahr sei. Sie bestreiten die Beweisbarkeit des Anspruchs und halten
daher das Urteil für einen voreiligen Akt, dessen man sich enthalten
müsse, wenn man sich nicht auf bloße Dogmen verlassen wolle.
Der
Streit zwischen Skeptizismus und Dogmatismus ist kein Streit um mögliche
Gewißheit, sofern damit ein subjektiver Glaubenszustand oder gar
eine Art Gefühl, das bestimmte Urteile begleitet, gemeint ist. Hierüber
besteht Einigkeit, da auch die meisten Skeptiker diese Möglichkeit
einräumen. Sie bestreiten jedoch, daß es eine Methode gibt,
um sich selbst oder einen anderen zu irgendeiner Überzeugung zu zwingen,
und zwar selbst dann, wenn der andere Überzeugungsversuchen zugänglich
ist. Um den Zwang auszuüben, müßte man von einem Urteil
nicht nur überzeugt sein und seine Wahrheit behaupten, sondern man
müßte sie beweisen, d. h. sie so darlegen, daß sie jedermann
einleuchten muß und niemand, der an der Wahrheit interessiert ist,
umhin kann, dem Urteil zuzustimmen. Das läßt sich nach Ansicht
des Skeptikers nicht erreichen.
Um
die Unterscheidung von Rescher zwischen absoluten (guaranteeing) und zureichenden
(authorizing) Wahrheitskriterien aufzugreifen: die Skeptiker akzeptieren,
daß es zureichende Wahrheitskriterien gibt, leugnen aber die Existenz
absoluter Wahrheitskriterien.
http://www.phillex.de/skepsis3.htm#wahrheit
Skeptizismus,
ästhetischer
Die
Varianten des partiellen Skeptizismus beschränken sich auf einen bestimmten
Typ von Aussagen oder Urteilen (z. B. apriorische) bzw. auf einen bestimmten
Erkenntnisbereich (z. B. der ethische Skeptizismus (moral scepticism),
der juristische, der ästhetische, der pädagogoische, der logische,
der metaphysisch-theologische und der wissenschaftstheoretische Skeptizismus).
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#unipart
Skeptizismus,
allgemeiner
Der
universelle Skeptizismus (auch: epistemologischer Skeptizismus, genereller
Skeptizismus) richtet sich gegen die Erkennbarkeit der Wahrheit jedes Urteiles.
Dieser Richtung ist die pyrrhonische Skepsis zuzurechnen. J. F. Budde nennt
sie in einer Arbeit von 1698 allgemeinen Skeptizismus [9]. Wolfgang Stegmüller
nennt sie Universalskepsis [10].
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#unipart
Skeptizismus,
besonderer
In
seiner Philosophiegeschichte von 1703 nennt J. F. Budde die partielle Skepsis
gemäßigten Skeptizismus [12]. A. G. Baumgarten übernahm
Buddes Unterscheidung von allgemeinem und besonderem (particularis) Skeptizismus
[13]. Stegmüller redet vom Partialsekptizismus [14].
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#unipart
Skeptizismus,
ethischer
Die
Varianten des partiellen Skeptizismus beschränken sich auf einen bestimmten
Typ von Aussagen oder Urteilen (z. B. apriorische) bzw. auf einen bestimmten
Erkenntnisbereich (z. B. der ethische Skeptizismus (moral scepticism),
der juristische, der ästhetische, der pädagogoische, der logische,
der metaphysisch-theologische und der wissenschaftstheoretische Skeptizismus).
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#unipart
Skeptizismus,
gemäßigter
In
seiner Philosophiegeschichte von 1703 nennt J. F. Budde die partielle Skepsis
gemäßigten Skeptizismus [12]. A. G. Baumgarten übernahm
Buddes Unterscheidung von allgemeinem und besonderem (particularis) Skeptizismus
[13]. Stegmüller redet vom Partialsekptizismus [14].
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#unipart
Skeptizismus,
genereller
Der
universelle Skeptizismus (auch: epistemologischer Skeptizismus, genereller
Skeptizismus) richtet sich gegen die Erkennbarkeit der Wahrheit jedes Urteiles.
Dieser Richtung ist die pyrrhonische Skepsis zuzurechnen. J. F. Budde nennt
sie in einer Arbeit von 1698 allgemeinen Skeptizismus [9]. Wolfgang Stegmüller
nennt sie Universalskepsis [10].
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#unipart
Skeptizismus,
juristischer
Die
Varianten des partiellen Skeptizismus beschränken sich auf einen bestimmten
Typ von Aussagen oder Urteilen (z. B. apriorische) bzw. auf einen bestimmten
Erkenntnisbereich (z. B. der ethische Skeptizismus (moral scepticism),
der juristische, der ästhetische, der pädagogoische, der logische,
der metaphysisch-theologische und der wissenschaftstheoretische Skeptizismus).
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#unipart
Skeptizismus,
logischer
Der
logische Skeptizismus hält die Begründung logischer Schlußverfahren
für unmöglich.
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#logischer
Skeptizismus,
metaphysisch-theologischer
Der
metaphysisch-theologische Skeptizismus bezieht sich auf übersinnliche,
transzendente Gegenstände. In diese Richtung gehören E. Mach,
B. Russell und R. Carnap, die die Möglichkeit metaphysischer (nicht-empirischer)
Erkenntnisse bestritten (logische Tautologien und analytisch wahre Sätze
ausgenommen).
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#metaphysisch
Skeptizismus,
moralischer
In
der bereits genannten Arbeit von 1698 nennt J. F. Budde diese Richtung
der Skepsis besonderen Skeptizismus und differenziert zwischen dem theologischen
(Spinoza, Hobbes) und dem philosophischen Skeptizismus, der wiederum in
den physischen und den moralischen Skeptizismus eingeteilt wird. Letzteren
unterteilt er in sechs Arten. Als Vertreter des moralischen Skeptizismus
betrachtet er Pyrrhon, Epikur, Cicero, Seneca, Aristoteles und Thomas von
Aquin.
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#unipart
Skeptizismus,
pädagogischer
Die
Varianten des partiellen Skeptizismus beschränken sich auf einen bestimmten
Typ von Aussagen oder Urteilen (z. B. apriorische) bzw. auf einen bestimmten
Erkenntnisbereich (z. B. der ethische Skeptizismus (moral scepticism),
der juristische, der ästhetische, der pädagogoische, der logische,
der metaphysisch-theologische und der wissenschaftstheoretische Skeptizismus).
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#unipart
Skeptizismus,
philosophischer
In
der bereits genannten Arbeit von 1698 nennt J. F. Budde diese Richtung
der Skepsis besonderen Skeptizismus und differenziert zwischen dem theologischen
(Spinoza, Hobbes) und dem philosophischen Skeptizismus, der wiederum in
den physischen und den moralischen Skeptizismus eingeteilt wird. Letzteren
unterteilt er in sechs Arten. Als Vertreter des moralischen Skeptizismus
betrachtet er Pyrrhon, Epikur, Cicero, Seneca, Aristoteles und Thomas von
Aquin.
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#unipart
Skeptizismus,
physischer
In
der bereits genannten Arbeit von 1698 nennt J. F. Budde diese Richtung
der Skepsis besonderen Skeptizismus und differenziert zwischen dem theologischen
(Spinoza, Hobbes) und dem philosophischen Skeptizismus, der wiederum in
den physischen und den moralischen Skeptizismus eingeteilt wird. Letzteren
unterteilt er in sechs Arten. Als Vertreter des moralischen Skeptizismus
betrachtet er Pyrrhon, Epikur, Cicero, Seneca, Aristoteles und Thomas von
Aquin.
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#unipart
Skeptizismus,
theologischer
In
der bereits genannten Arbeit von 1698 nennt J. F. Budde diese Richtung
der Skepsis besonderen Skeptizismus und differenziert zwischen dem theologischen
(Spinoza, Hobbes) und dem philosophischen Skeptizismus, der wiederum in
den physischen und den moralischen Skeptizismus eingeteilt wird. Letzteren
unterteilt er in sechs Arten. Als Vertreter des moralischen Skeptizismus
betrachtet er Pyrrhon, Epikur, Cicero, Seneca, Aristoteles und Thomas von
Aquin.
http://www.phillex.de/skepsis5.htm#unipart
Skeptizismus,
wissenschaftstheoretischer
In
der neueren Wissenschaftstheorie wird zumeist ein partieller Skeptizismus
vertreten, den ich wissenschaftstheoretischen Skeptizismus nennen möchte.
Dieser bezieht sich vor allem auf die Interpretation der Beobachtungsgrundlage
der Wissenschaft und auf die empirische Beurteilung von Gesetzesannahmen
oder Theorien.
http://www.phillex.de/skepsis7.htm#wisstheorie
Slippery-Slope-Argument
Slippery-Slope-Argument,
Dammbruchargument, Argument der schiefen Bahn oder Argument der schiefen
Ebene nennt man ein Typ von Argumenten, mit denen ein Opponent einen Proponenten
davor warnt und ihn davon abhalten will, eine bestimmte Handlung zu vollziehen,
da dies der Beginn einer schiefen Ebene sei und Schritt für Schritt
zu weiteren Handlungen als Konsequenzen führen könne, die von
allen an der Diskussion beteiligten für nicht wünschbar gehalten
werden.
Man
kann zwischen empirisch-kausalen (Domino-Argument), begrifflich-logischen
(Haufen-Argument) und dem Präzedenzfall-slippery-slope-Argument (Keil-Argument)
unterscheiden.
Das
Domino-Argument läßt sich gewöhnlich dann besonders leicht
zurückweisen, wenn der empirisch-kausale Zusammenhang nur sehr schwach
ist, wenn lediglich die Möglichkeit, nicht aber die Notwendigkeit
besteht, auf die schiefe Bahn zu kommen.
Schwieriger
ist der Fall schon, wenn die Notwendigkeit des kausalen Zusammenhanges
eine Hypothese ist, die bisher nicht widerlegt werden kann.
http://www.phillex.de/slippery.htm
Sokratische
Methode
Mäeutik
(griech. Hebammenkunst) oder Sokratische Methode nennt man die Methode
der Wahrheitsfindung von Sokrates, die darin bestand, dass; Sokrates mit
Hilfe geschickt gestellter Fragen und der erhaltenen Antworten den Gesprächspartner
zu wahrem Wissen führte.
Ähnlich
wie die Hebamme half Sokrates, so sagte er, bei der Geburt des Gedankens.
Im
einzelnen unterscheidet man drei Methoden:
1.
Die Methode der Ironie besteht darin, den Gesprächspartner in Widersprüche
zu verwickeln und folglich in Nichtwissen.
2.
Die Methode der Induktion verlangt von einzelnen Beispielen aus dem alltäglichen
Leben, zu allgemeinen Beispielen aufzusteigen.
3.
Die Methode der Definition verlangt ein allmähliches Aufsteigen zur
Korrekten Begriffsdefinition aus vorläufigen Ausgangsdefinitionen.
http://www.phillex.de/maeeutik.htm
Solipsismus
Solipsismus
tritt in zwei Varianten auf.
In
der ersten Variante besagt der Solipsismus, daß einzig das dem Bewußtsein
unmittelbar gegebene real ist.
Die
schwächere Lesart dieser Variante deutet die These epistemologisch:
Alles Wissen über die Welt außerhalb des Selbst beruht auf dem
Bewußtsein unmittelbar gegebener Wahrnehmungsdaten.
http://www.phillex.de/solipsis.htm
Solipsismus,
methodischer
Carnap
hat in seiner Arbeit Der logische Aufbau der Welt in seiner Entwicklung
eines Konstitutionssystems als Basis nur solche Gegenstände zugelassen,
die bewußt einem Subjekt zugehören (d.h. das Eigenpsychische).
Diese Art der Grundlegung nennt er methodischen Solipsismus, der nicht
als Beschränkung auf ein Subjekt verstanden werden darf, sondern als
methodische Beschränkung auf das tatsächlich Erlebte.
Der
methodische Solipsismus ist vom Solipsismus und vom methodologischen Solipsismus
zu unterscheiden.
http://www.phillex.de/solips3.htm
Solipsismus,
methodologischer
Der
Begriff methodologischer Solipsismus findet in der analytischen Theorie
des Geistes Verwendung. Er wurde von Putnam in The Meaning of 'Meaning'
geprägt und spielt in der Externalismus-Internalismus-Debatte eine
große Rolle.
In
Putnams ursprünglicher Formulierung wird ein Standpunkt als methodologischer
Solipsismus bezeichnet, der davon ausgeht, daß ein psychologischer
Zustand die Existenz keines anderen Individuums voraussetzt als die Existenz
des Individuums, das sich in ihm befindet.
Dies
trifft auf jede Theorie zu, die davon ausgeht, daß die Supervenienzbasis
mentaler Zustände der Körper (meistens das Gehirn) des Individuums
ist, in dem sie zugeschrieben werden.
Vom
methodologischen Solipsismus ist der Solipsismus und der methodische Solipsismus
zu unterscheiden.
http://www.phillex.de/solips2.htm
Sophismus
Als
Sophismus bezeichnet man einen Fehlschluß, der mit Absicht erfolgt.
Im
Gegensatz zum Sophismus steht der Paralogismus.
http://www.phillex.de/sophism.htm
Sophismus
der Hipparchia
Der
Überlieferung zufolge disputierte Hipparchia mit Theodoros, dem Atheisten,
und überführte ihn durch ein Sophismus:
"Was
Theodoros tut, ohne dafür eines Unrechtes geziehen zu werden, das
kann auch Hipparchia tun, ohne dabei eines Unrechtes geziehen zu werden;
Theodoros aber tut nicht unrecht, wenn er sich selbst schlägt, also
tut auch Hipparchia nicht unrecht, wenn sie den Theodoros schlägt."
(Diogenes Laërtios, Leben und Meinungen berühmter Philosophen,
VI 96-98).
Hipparchia
betonte, daß sie durch ihre Wahl, nicht am Webstuhl zu sitzen, sondern
sich der Bildung und Weisheit zuzuwenden, die beste Entscheidung für
sich getroffen habe.
Clemens
Alexandrinus hält es für erwähnenswert, daß Hipparchia
mit Krates die sogenannte 'Hundehochzeit' (öffentliche Vermählung)
vollzog.
Auch
Sextus Empiricus berichtet, daß "... Krates dagegen der Hipparchia
öffentlich beischlief." (Sextus Empiricus: Grundriß der pyrrhonischen
Skepsis I 153).
http://www.philosophenlexikon.de/hipparch.htm#sophismus
Speziesismus
Der
Begriff Speziesismus ist ein Begriff, der in polemischer Absicht den Begriffen
Rassismus und Sexismus nachgebildet wurde. Der Vertretern des Speziesismus
wird ein Art-Chauvinismus oder Art-Egoismus vorgeworfen, weil sie die Angehörigen
anderer Arten gegenüber den Menschen (moralisch) diskriminieren würden.
Es
wird ein unqualifizierter und ein qualifizierter Speziesismus unterschieden.
http://www.phillex.de/tiereth.htm#speziesismus
Speziesismus,
qualifizierter
Der
qualifizierte Speziesismus verknüpft das biologische Gattungsmerkmal
mit anderen für wertvoll gehaltenen Eigenschaften (Gottesebenbildlichkeit,
Sprachbegabung, Rationalität u. a.).
http://www.phillex.de/tiereth.htm#quali
Speziesismus,
unqualifizierter
Der
unqualifizierte Speziesismus hält die Zugehörigkeit zur menschlichen
Spezies per se für moralisch relavent.
http://www.phillex.de/tiereth.htm#unquali
Sportethik
Die
Sportethik ist Teil der praktischen Ethik, der die begründete moralische
Stellungnahme zum Sport untersucht.
http://www.phillex.de/sport.htm
Sprache
der Gedanken
Als
Sprache der Gedanken (language of thought) bezeichnet man eine Ansicht,
die auf Fodor zurückgeht, wonach alle mentale Repräsentationen
sprachliche Ausdrücke in einer internen Sprache sind, die signifikant
der gesprochenen Sprache ähnelt.
http://www.phillex.de/gedanspr.htm
Sprache,
Philosophie der idealen
Die
Untersuchungen der Philosophie der idealen Sprache zielen darauf, ein System
der Sprache zu erstellen, in dem der semantische Begriff der Wahrheit präzise
definiert werden kann.
Ein
Satz der natürlichen Sprache gilt als Aussage, wenn er in eine interpretierte
künstliche Sprache Sn übersetzbar ist.
Häufig
wird daraus geschlossen, daß sich die Philosophie der idealen Sprache
auf deskriptive Aussagen beschränkt. Dies ist nicht selbstverständlich,
da sich auch für andere Sätze der natürlichen Sprache ideale
künstliche Sprachen finden lassen. Beispiele sind die meisten deontischen
Logiken. G. Meggle hat dies beispielsweise auch für zahlreiche Begriffe
in seiner Kommunikationstheorie vorgeführt.
Der
Zweck der Philosophie der idealen Sprache (in ihrer Beschrünkung auf
deskriptive Aussagen) besteht darin, die Aussagen in eine Sprache zu transformieren,
deren Aussagen und Aussageformen die Eigenschaft logisch wahr oder logisch
falsch zugeschrieben werden kann.
http://www.phillex.de/idspr-p.htm
Sprache,
Philosophie der normalen
Die
Philosophie der normalen Sprache (ordinary language philosophy) stellt
eine Abkehr von der Philosophie der idealen Sprache und den damit verbundenden
Forderungen nach explizierter Definiertheit der Wörter und exakter
Festlegungen durch Regeln dar.
Grundlegend
für die Entwicklung der Philosophie der natürlichen Sprache ist
Wittgensteins Argumentation gegen die Festlegung einer Wortbedeutung durch
eine explizite, dem Gebrauch vorangehende Sprachregel. Um nicht in den
mit einer solchen Bedeutungsfestlegung verbundenden unendlichen Regreß
zu verfallen, wenn wir die Bedeutung durch eine Regel festlegen wollen
und für diese Festlegung eine Regel der richtigen Festlegung benötigen,
müssen wir von einem Sprachverständnis ohne explizite Regelkenntnis
zurückgreifen.
http://www.phillex.de/normspr.htm
Sprachphilosophie
Als
Sprachphilosophie (engl. philosophy of language) bezeichnet man philosophische
Untersuchungen und Theorien zu Ursprung, Wesen und Funktion der Sprache.
Die
klassische Phänomenologie, (z. B. Husserl, Ingarden, Scheler, Hartmann)
hat die Sprache als sekundär in bezug auf die Erfahrung betrachtet.
Die
philosophische Hermeneutik (z. B. Heidegger, Gadamer, Lipps, Ricoeur) betont,
daß alle Erfahrung und alles Verstehen von der Geschichtlichkeit
der Sprache abhängen.
In
den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhundets wurde versucht, eine transzendentale
Sprachpragmatik (Apel) oder eine Universalpragmatik (Habermas) zu entwickeln,
wobei betont wird, daß die pragmatische Dimension der Sprache in
bezug auf ihre syntaktischen und semantischen Funktionen fundamental ist.
http://www.phillex.de/sprachph.htm
Stadionparadoxon
Als
Stadionparadoxon bezeichnet man sowohl die Halbierungsparadoxie als auch
das Paradoxon von Achilleus und der Schildkröte des Zenon von Elea.
http://www.phillex.de/stadion.htm
Stagirite
Der
griechische Philosoph, Logiker und Naturforscher Aristoteles wurde im makedonischen
Stagira geboren. Daher wird Aristoteles auch der Stagirite genannt.
http://www.philosophenlexikon.de/arist.htm#stagirit
Standardbedingung,
Alternative der
Man
sagt, daß eine zweistellige Wahrheitswertfunktion vel (x, y) die
Standardbedingung der Alternative erfüllt, falls
vel(x,
y) genau dann kein (positiv) ausgezeichneter Quasiwahrheitswert ist, wenn
x und y keine ausgezeichneten Quasiwahrheitswerte sind.
http://www.phillex.de/standbed.htm#alternative
Standardbedingung,
Implikation der
Man
sagt, daß eine zweistellige Wahrheitswertfunktion seq(x, y) die Standardbedingung
der Implikation erfüllt, falls
seq(x,
y) genau dann kein (positiv) ausgezeichneter Quasiwahrheitswert ist, wenn
x eine ausgezeichneter Quasiwahrheitswert und ist y kein ausgezeichneter
Quasiwahrheitswert ist.
http://www.phillex.de/standbed.htm#implikation
Standardbedingung,
Konjunktion der
Man
sagt, daß eine zweistellige Wahrheitswertfunktion et (x, y) die Standardbedingung
der Konjunktion erfüllt, falls
et(x,
y) genau dann ein (positiv) ausgezeichneter Quasiwahrheitswert ist, wenn
x und y ausgezeichnete Quasiwahrheitswerte sind.
http://www.phillex.de/standbed.htm#konjunktion
Standardbedingung,
Negation der
Man
sagt, daß eine einstellige Wahrheitswertfunktion non (x) die Standardbedingung
der Negation erfüllt, falls
non(x)
genau dann ein (positiv) ausgezeichneter Quasiwahrheitswert ist, wenn x
kein ausgezeichneter Quasiwahrheitswert ist.
http://www.phillex.de/standbed.htm#negation
Standardbedingungen
der mehrwertigen Wahrheitswertfunktionen
Der
Begriff des ausgezeichneten Quasiwahrheitswertes wird benutzt, um Standardbedingungen
für die Wahrheitswertfunktionen der mehrwertigen Logik zu formulieren.
http://www.phillex.de/standbed.htm
Sterbenlassen
Der
Begriff der indirekten Euthanasie ist eng verbunden mit dem Begriff des
Sterbenlassens. Indirekte Euthanasie ist genau jener Fall, in dem Euthanasie
und Sterbenlassen zusammenfallen. Wenn durch meine Untätigkeit die
hungernden Menschen in den Entwicklungsländern sterben, liegt ein
anderer Fall des Sterbenlassens vor.
http://www.phillex.de/euthanas.htm#indirekt
Stoffursache
Causa
materialis (auch: materiale Ursache, Stoffursache) gehört zu den inneren
Ursachen. Sie liegt - so Aristoteles - im Stoff (griech. hyle), "woraus
etwas entsteht, und was in diesem Etwas ist, z. B. ist die Bronze die Ursache
der Statue".
Die
Unterscheidung zwischen causa materialis und causa formalis ist eine relative.
So ist z. B. die Bronze selbst aus einem Stoff und einer besonderen Bronzeform
zusammengesetzt, ebenso wie die Bronzestatue als Materie dienen kann, z.
B. bei der Herstellung von Schmuck.
http://www.phillex.de/material.htm
Streben
Streben
nennt man die zielgerichtete Tätigkeit des Menschen. Streben setzt
voraus, daß man sich ein Ziel vorstellt, es bejaht und mit den entsprechenden
Mitteln zu verfolgen sucht.
In
der Naturphilosophie werden mitunter auch biologische oder organische Prozesse
als vegetatives bzw. animalisches Streben beschrieben. Dadurch wird eine
charakteristische Form der Lebensaktivität bezeichnet. Das Ziel wird
durch die Naturanlagen festgelegt und ist nicht frei wählbar.
http://www.phillex.de/streben.htm
Strukturelle
Linguistik
Die
strukturelle Linguistik untersucht die Sprache als ein System von Zeichen,
die durch die zwischen ihnen bestehenden Differenzen und Abhängigkeiten
bestimmt sind. Sie hebt den Charakter des Sprachzeichens als Unterscheidungsmerkmal
hervor. Das einzelne Zeichen ist nichts in sich selbst. Es wird erst durch
die Unterschiede zu anderen Zeichen der Sprache gebildet.
http://www.phillex.de/lingu.htm
Subduktion
Als
Subduktion bezeichnet L. W. Rutkowski den Schluß, der bei der Klassifizierung
von Gegenständen im Laufe genetischer und substantionaler Erklärungen
angewendet wird.
http://www.phillex.de/subdukt.htm
Subjekt,
logisches
Als
logisches Subjekt bezeichnet man in der traditionellen Logik den Gegenstand
eines kategorischen Urteils.
Heute
spricht man von einem logischen Subjekt zumeist, um darauf hinzuweisen,
daß sich die grammatische Form eines Satzes in vielen Fällen
von dessen logischer Form unterscheidet.
http://www.phillex.de/l-subj.htm
Subjektivismus,
egoistischer
Als
egoistischen Subjektivismus bezeichnet man ethische Theorien, die den subjektiven
Willen des Akteurs als zentrales ethisches Kriterium heranziehen. Solche
Theorien sind mit einer anthropozentrischen Position verbunden, wenn sie
als nur den Mensch als willensfähig ansehen. Dies ist aber nicht zwingend
der Fall. Gesteht man auch Tieren einen Willen (bzw. Egoismus) zu, ergibt
Auch
wenn das Mitleid nicht nur als Gefühl des Akteurs betrachtet, sondern
wie bei Schopenhauer - mit der Aufnahme des Leidens anderer in Verbindung
gebracht wird, pathozentrische Positionen möglich.
http://www.phillex.de/egosubj.htm
Subkonträre
Urteile
Urteile
heißen subkonträr, wenn sie nicht zugleich falsch, aber zugleich
wahr sein können.
Sie
sind unter anderem von kontradiktorischen Urteilen und von konträren
Urteilen zu unterscheiden.
http://www.phillex.de/subkont.htm
subnotio
Die
naturalistischen Aristoteliker schufen eine Theorie des subnotio. Diese
Theorie lehrt ein nichtempirisches, aber an empirische Wahrnehmung gebundenes
Vermögen im Subjekt zur logischen Ordnung der Gegenstände, die
das Nebeneinander der Vorstellungen in eine notwendige Struktur verwandeln.
Die subnotio - so G. Fracastoro - ist das abstrahierende logische Ordnungsvermögen,
das allgemeine Sätze gestattet.
http://www.phillex.de/subnotio.htm
Subordination
Subordination
(lat. subordinatio, Unterordnung) heißt die Unterordnung von Begriffen
untereinander, z. B. eines Artbegriffes unter einen Gattungsbegriff, d.
h. eines weniger umfangreichen Begriffes unter einen umfangreicheren. In
diesem Zusammenhang unterscheidet man subordinierte und subordinierende
Begriffe.
http://www.phillex.de/subordin.htm
Substanz
Substanz
(von lat. substantia, griech. hypostasis, hypokeimenon, ousia) ist nach
Aristoteles das, was im eigentlichen Sinne seiend ist [Metaphysik VII.1].
In
der Kategorienschrift definiert Aristoteles eine Substanz als dasjenige,
was nicht von einem Zugrundeliegenden prädiziert werden kann und nicht
in einem Zugrundeliegenden ist [2a 11 - 13]. Das wichtigste Merkmal einer
Substanz ist für Aristoteles, als dasselbe beharren zu können
und wechselnde Eigenschaften annehmen zu können [4a 10 - 11].
http://www.phillex.de/substanz.htm
Subsumtionsmodell
Die
deduktiv-nomologische Erklärung (von lat. deductio, Ableitung, und
griech. nomos, Gesetz) erklärt ein Ereignis, in dem sie zeigt, daß
das Ereignis aus einem allgemeinen Gesetz und einer Reihe spezieller Umstände
(Anfangsbedingungen) gefolgert werden kann. Eine solche Erklärung
hat folgende Struktur:
allgemeines
Gesetz: Falls die Ereignisse a des Typus A, b des Typus B... und n des
Typus N eintreten, dann wird ein Ereignis x des Typus X eintreten.
Initialbedingungen:
Es treten die Ereignisse a des Typus A, b des Typus B... und n des Typus
N ein. Es tritt ein Ereignis x des Typus X ein.
Da
die Erklärung darin besteht zu zeigen, daß eine Reihe von Ereignissen
a, b... n mit einem anderen Ereignis x verbunden sind, weil das Verbindungsglied
ein Gesetz ist, das die Ereignisse des entsprechenden Dings deckt (engl.
covers), spricht man auch vom covering-law model für Erklärung.
Der Begriff covering-law model wird häufig mit Subsumtionsmodell der
Erklärung übersetzt. Schließlich wird es nach Vertretern
dieser Theorie (Hempel, Oppenheim, Popper) das Hempel-Oppenheim-Schema
oder Hempel-Popper-Schema genannt.
http://www.phillex.de/dn-erkl.htm
Südwestdeutsche
Schule
Die
Südwestdeutsche Schule (auch Badische Schule) bestand von 1890 bis
1930 in Freiburg und Heidelberg. Unter Führung von Windelband und
Rickert vertritt sie eine Wertphilosophie auf dem Boden der kantischen
Philosophie. Sie hebt die Eigenart der Geschichtswissenschaft in ihrer
wertbestimmten und individualisierenden Methode gegenüber den - wie
sie es nennt - wertfreien und generalisierenden Naturwissenschaften hervor.
http://www.phillex.de/neukant.htm#baden
Summa
Als
Summa bezeichnen die Scholastiker eine Abhandlung, die systematisch einen
Stoff zusammenfaßt. Beispiele sind die Summa totius logicae von Ockham
und die Summa theologica von Thomas von Aquin.
http://www.phillex.de/summa.htm
Superempirist
Der
Superempirist ist ein die zentrale Figur eines Argumentes gegen die Identifzierung
von Kohärenz und Konsistenz [1].
Der
Superempirist vermeidet aus empiristischer Zurückhaltung irgend eine
allgemeine Hypothese oder Theorie über die Welt zu glauben. Er sammelt
nur seine eigenen Wahrnehmungsberichte. Er könnte ohne im geringsten
beunruhigt zu sein, Beobachtungen sammeln, die zu sehr nahe aufeinander
folgenden Zeiten gemacht werden, konsistent sind, aber aus inhaltlichen
Gründen nicht zueinander passen.
http://www.phillex.de/superemp.htm
Supererogation
Schon
Mill hat sich mit dem Einwand auseinandergesetzt, daß die Utilitaristen
zu hohe Forderungen an das einzelne Individuum stellen.
"Im
Gegenteil bemängeln gerade jene, die eine halbwegs angemessene Vorstellung
vom uneigennützigen Charakter dieser Theorie haben, daß die
Norm, die sie aufstellt, für die Menschheit zu hoch sei: man fordere
zuviel, sagen sie, wenn man von den Menschen verlange, ihr einziges Handlungsmotiv
solle es sein, die allgemeinen Interessen der Menschheit zu fördern."
[7]
Mill
entgegnet, daß dieser Einwand die Rolle der Ethik verkennt. Diese
zeige unsere Pflichten auf, aber in unseren Handlungen ist das Pflichtgefühl
nicht das einzige Motiv. [8]
http://www.phillex.de/utilitar.htm#supererogationen
Syllogismenkette
Als
Syllogismenkette bezeichnet man die Aufeinanderfolge einfacher kategorischer
Syllogismen, in denen die Schlußsätze der vorangehenden Syllogismen
Prämissen der nachfolgenden Syllogismen sind.
Die
Syllogismenkette ist damit ein Spezialfall des zusammengesetzten Syllogismus.
http://www.phillex.de/syl-kett.htm
Syllogismus
Als
Syllogismus (syllogismos griech.: Zusammenzählung, Aufzählung)
bezeichnet man logische Schlüsse unterschiedlichser Art.
http://www.phillex.de/syllogis.htm
Syllogismus,
absteigender
Ein
absteigender Syllogismus ist ein einfacher kategorischer Syllogismus, der
mit einem Obersatz beginnt. Beispiel:
Alle
Philosophen sind Wissenschaftler
Sokrates
ist ein Philosoph
Sokrates
ist ein Wissenschaftler
http://www.phillex.de/syl-ab.htm
Syllogismus,
aufsteigender
Ein
aufsteigender Syllogismus ist ein einfacher kategorischer Syllogismus,
der mit einem Untersatz beginnt. Beispiel:
Hypatia
ist eine Frau
Eine
Frau ist ein Mensch weiblichen Geschlechtes
Hypatia
ist ein Mensch weiblichen Geschlechtes
http://www.phillex.de/syl-auf.htm
Syllogismus,
bedingter
Ein
bedingter Syllogismus ist ein Syllogismus, in dem beide Prämissen
und der Schlußsatz bedingte Urteile sind. Untersucht wurden bedingte
Syllogismen u. a. von Theophrastos. Beispiel:
Wenn
der Strom ausfällt, funktioniert der Computer nicht
Wenn
der Computer nicht funktioniert, kann ich nicht am Computer arbeiten
Wenn
der Strom ausfällt, kann ich nicht am Computer arbeiten
Spezialfälle
sind der rein bedingte Syllogismus sowie die positive Form und die negative
Form des bedingten Syllogismus.
http://www.phillex.de/syl-bed.htm
syllogismus
cornutus
Als
Gehörnter (lat.: cornutus) bezeichnet man einen antiken Sophismus,
der auf Eubulides zurückgeht.
Was
du nicht verloren hast, das hast du noch. Hörner hast du nicht verloren.
Daraus folgt: Du hast Hörner.
Dieser
Sophismus ist ein quaternio terminorum. Er basiert auf der Unbestimmtheit
des Mittelbegriffes Verlust. Im Obersatz wird als Verlust das Verschwinden
von etwas bezeichnet, das wir haben, im Untersatz wird unter Verlust der
Nichtbesitz einer Sache verstanden.
Als
syllogismus cornutus bezeichnet man nach dem Sophismus von Eubulides bisweilen
das Dilemma.
Beide
Glieder eines Dilemmas stellen gleichsam Hörner dar, die von beiden
Seiten gegen den Opponenten gerichtet sind.
http://www.phillex.de/cornutus.htm
Syllogismus
der Subordination
Als
Syllogismus der Subordination bezeichnet man einen Syllogismus bei dem
von einem subordinierenden Urteil auf ein suborduiniertes Urteil geschlossen
wird. Beispiel:
Alle
Menschen haben das Recht zur freien Meinungsäußerung
Renter
X hat das Recht zur freien Meinungsäußerung
http://www.phillex.de/syl-sub.htm
Syllogismus,
dreigliedriger
Als
dreigliedrigen Syllogismus bezeichnet man einen Syllogismus bei dem aus
zwei Urteilen, den Prämissen auf ein drittes Urteil, die Konklusion
geschlossen wird.
In
der europäischen Tradition wurden fast ausnahmslos dreigliedrige Syllogismen
untersucht. Anders in der indischen Tradition wie der indische Syllogismus
zeigt.
http://www.phillex.de/syl-drei.htm
Syllogismus
durch Induktion
Die
Induktion durch vollständige Aufzählung ist eine Form der Deduktion
und nicht der Induktion wie der Name erwarten läßt. Dies hängt
mit der engen Verwandtschaft zur aufzählenden Induktion zusammen.
Aristoteles,
der die Induktion durch vollständige Aufzälung entdeckt hat,
nennt diese Induktionssyllogismus.
Nehmen
wir an, eine Klasse K habe die Elemente a, b, c. Wissen wir, daß
die Eigenschaft F auf das Element a zutrifft, und stellen dann fest, daß
sie auch auf das Element b und das Element c zutrifft, dann können
wir den Schluß ziehen, daß alle Elemente dieser Klasse die
genannte Eigenschaft haben.
Einige
Logiker vertreten die Ansicht, daß die Induktion durch vollständige
Aufzählung der Form nach dem Darapti entspricht, andere betrachten
die vollständige Induktion als distributiven Syllogismus.
http://www.phillex.de/v2-induk.htm
Syllogismus,
einfacher distributiver
Von
einem einfachen distributiven Syllogismus spricht man, wenn bei einem Syllogismus
eine der beiden Prämissen ein distributives Urteil ist. Untersucht
wurden distributive Syllogismen u. a. von Theophrastos. Beispiel:
Sätze
sind entweder Aussagesätze oder Fragesätze oder Befehlssätze
Dieser
Satz ist kein Fragesatz
Dieser
Satz ist entweder ein Aussagesatz oder ein Befehlssatz
Ein
Spezialfall des einfachen distributiven Syllogismus ist der rein disjunktive
Syllogismus.
http://www.phillex.de/syl-dist.htm
Syllogismus,
einfacher kategorischer
Als
einfachen kategorischen Syllogismus bezeichnet man einen mittelbaren Schluß,
in dem aus zwei kategorischen Urteilen, den Prämissen des einfachen
kategorischen Syllogismus, die durch einen gemeinsamen Mittelbegriff verknüpft
sind, ein drittes Urteil erhalten wird, der Schlußsatz oder die Konklusion
des einfachen kategorischen Syllogismus. Es handelt sich hierbei um einen
sehr wichtigen Syllogismus.
So
hielt Joanä Petrizi den kategorischen Syllogismus für denjenigen,
der am sichersten zur Wahrheit führt.
Zu
den einfachen kategorischen Syllogismen gehören der absteigende Syllogismus
und der aufsteigende Syllogismus. Theophrastos und Eudemos von Rhodos systematisierten
fünf Modi des einfachen kategorischen Syllogismus und bezogen sie
in die von Aristoteles entdeckte und analysierte erste Figur des einfachen
kategorischen Syllogismus ein. In der Folgezeit wurden diese Modi zu einer
selbständigen vierten Figur des einfachen kategorischen Syllogismus
vereint.
http://www.phillex.de/syl-einf.htm
Syllogismus,
indischer
In
der frühen buddhistischen Logik (vom 6. Jh. v. u. Z. bis zum 2. Jh.
u. Z.) nthielt der Syllogismus sieben oder zehn Glieder. Ende des 2. Jahrhunderts
wurde von einigen Logikern, z. B. von Nagardschuna empfohlen, die Anzahl
der Glieder auf fünf oder drei zu reduzieren.
Der
fünfgliedrige Syllogismus ist für die ny?ya-Schule charakteristisch.
Einen
der in der indischen Logik betrachteten fünfgliedrigen Syllogismen
bezeichnet man als indischen Syllogismus. Dieser Syllogismus geht eventuell
auf Gautama (4. Jh. v. u. Z.) zurück. Ein Beispiel für diesen
Syllogismus:
G1
These auf dem Hügel ist Feuer
G2
Grund da auf dem Hügel Rauch ist
G3
Beispiel wo Rauch ist, da ist Feuer, wie z. B. in der Küche; aber
im Teich z. B. ist kein Feuer
G4
Anwendung auf diesem Hügel ist Rauch<
G5
Schlußsatz auf diesem Hügel ist Feuer
Da
im indischen Syllogismus dasjenige was bewiesen werden soll, durch Verweis
auf die Ähnlichkeit mit einem Beispiel oder auf einen Unterschied
zu diesem begründet werden soll, ist der indische Syllogismus als
Analgoieschluß interpretiert worden.
http://www.phillex.de/syl-ind.htm
Syllogismus
nach Analogie
Theorphrastos
nannte rein hypothetischen mittelbaren Schlüssen, mit denen er sich
viel beschäftigte, Syllogismen nach Analogie.
In
diesen Syllogismen sind beide Prämissen und der Schlußsatz bedingte
Urteile.
Syllogismen
nach Analogie sind bedingte Syllogismen.
http://www.phillex.de/syl-anal.htm
Syllogismus,
negative Form des bedingten
Von
der negativen Form des bedingten Syllogismus spricht man, wenn bei einem
bedingten Syllogismus der Untersatz und der Schlußsatz negierende
Urteile sind. Sie haben die allgemeine Form:
Der
Schluß hat folgende Form
Wen
A ein B ist, so ist C ein D
C ist
nicht D
-------------------------------
A ist
nicht B
http://www.phillex.de/syl-bed4.htm
Syllogismus,
positive Form des bedingten
Von
der positiven Form des bedingten Syllogismus spricht man, wenn bei einem
bedingten Syllogismus der Untersatz und der Schlußsatz affirmative
Urteile sind. Sie haben die allgemeine Form:
Wenn
A ein B ist, so ist C ein D
A ist
ein B
C ist
ein D
http://www.phillex.de/syl-bed3.htm
Syllogismus,
progressiver
Als
progressiven Syllogismus (oder: progressiven Polysyllogismus) bezeichnet
man einen zusammengesetzten Syllogismus bei dem der mittelbare Schluß
vom Allgemeinen zum weniger Allgemeinen führt. Beispiel:
Alle
Wirbeltiere haben Blut
Alle
Säugetiere sind Wirbeltiere
Alle
Säugetiere haben Blut
Alle
Affen sind Säugetiere
Alle
Affen haben Blut
http://www.phillex.de/syl-prog.htm
Syllogismus,
regressiver
Als
regressiven Syllogismus (oder: regressiven Polysyllogismus) bezeichnet
man einen zusammengesetzten Syllogismus (Polysyllogismus) bei dem der mittelbare
Schluß vom weniger Allgemeinen zum Allgemeinen führt. Beispiel:
Alle
Wirbeltiere sind Tiere
Affen
sind Wirbeltiere
Affen
sind Tiere
Tiere
sind Lebewesen
Affen
sind Lebewesen
http://www.phillex.de/syl-regr.htm
Syllogismus,
rein bedingter
Der
rein bedingte Syllogismus ist ein Spezialfall des bedingten Syllogismus.
Er hat die Form:
Wenn
A ein B ist, so ist C ein D
Wenn
C ein D ist, so ist E ein F
Wenn
A ein B ist, so ist E ein F
http://www.phillex.de/syl-bed2.htm
Syllogismus,
rein distributiver
Man
spricht von einem rein distributiven Syllogismus, wenn in einem Syllogismus,
beide Prämissen und der Schlußsatz disjunktive Urteile sind.
Der rein distributive Syllogismus ist damit ein Spezialfall des einfach
distributiven Syllogismus.
Ein
rein distributiver Syllogismus hat die Form:
A ist
entweder B oder C oder D
D ist
entweder E oder F
A ist
entweder B oder C oder E oder F
http://www.phillex.de/syl-dis2.htm
Syllogismus,
verkürzter
Als
verkürzten Syllogismus bezeichnet man einen Syllogismus, in dem entweder
eine Prämisse oder der Schlußsatz weggelassen wurde.
http://www.phillex.de/syl-verk.htm
Zusammengesetzter
Syllogismus
Als
zusammengesetzen Syllogismus oder Polysyllogismus bezeichnet man die Aufeinanderfolge
mehrerer Syllogismen. Den vorangehenden Syllogismus eines zusammengesetzten
Syllogismus nennt man Prosyllogismus, den folgenden nennt man Episyllogismus.
http://www.phillex.de/syl-zus.htm
Syllogistik
Syllogistik
nennt man die logische Lehre über Arten und Regeln zur Aufstellung
von unmittelbaren Schlüssen.
Mitunter
wird mit Syllogistik eine Theorie bezeichnet, die alle möglichen Arten
der Gewinnung eines wahren Schlußsatzes aus Prämissen mit Hilfe
von Mittelbegriffen untersucht. In diesem Verständinis ist die Syllogistik
die Lehre von des Syllogismen.
http://www.phillex.de/sylistik.htm
Symbol,
logisches
Logische
Symbole nennt man Ausdruckselemente formaler Sprachen. Dazu gehören
Namen, Variablen für Individuen und Urteile, logische Konstanten.
Aus
diesen Bausteinen werden die wohlgeformten Formeln einer Sprache konstruiert.
http://www.phillex.de/l-symbol.htm
Synkrisis
Synkrisis
nennt man die Gegenüberstellung zweier Persönlichkeiten. Die
Synkrisis dient dem Zweck, die Wesenszüge beider Gestalten schärfer
hervorzuheben, ihre Vorzüge gegeneinander abzuwägen und die Überlegenheit
der einen Person zu zeigen.
Die
Synkrisis hat mitunter die Form eines Streitgespräches der beiden
Persönlichkeiten.
Beispiele
der Synkrisis sind der Dichtergagon zwischen Aischylos und Euripides in
den Fröschen des Aristophanes, die Gegenüberstellung Caesars
und Catos durch Sallustius und Plutarchos' vergleichende Biographien.
http://www.phillex.de/synkrisi.htm
Syntax,
logische
In
der Philosophie unterscheidet man zwischen der Oberflächensyntax (oder
Oberflächengrammatik) von Ausdrücken, d. h. dem scheinbaren Aufbau
von Ausdrücken aus einfacheren Ausdrücken, und der logischen
Syntax von Ausdrücken, die die logische Form der Ausdrücke wiedergibt
und daher ihre Semantik widerspiegelt.
http://www.phillex.de/l-syntax.htm
Synthese,
assoziative
Assoziative
Synthese nennt Wundt die Verschmelzung elementarer Empfindungen zu Vorstellungen.
http://www.phillex.de/assoz-s.htm
Synthesis
der Apprehension
Kant
definiert in der Kritik der reinen Vernunft "die Zusamemnsetzung des Mannigfaltigen
in einer empirischen Anschauung" [KrV B 160f.] als Synthesis der Apprehension.
Es
ist die Leistung dieser Synthesis, die aus mannigfaltigen Apprehensionen
zusammengesetzte Einheit der Wahrnehmung überhaupt erst zu konstituieren.
Die Synthesis der Apprehension ist bei Kant ein rein empirischer Vorgang.
http://www.phillex.de/appreh2.htm
Syrische
Schule
Aus
dem Einen strömt die Vernunft aus. Das Eine ist die erste, die Vernunft
die zweite und die Weltseele die dritte Grundlage (hypostasis). Man unterscheidet
neben einer alexandrinischen Schule (Ammonios Sakkas, Plotin, Gemina I,
Gemina II, Porphyrios, Hypatia), eine syrische Schule oder pergamenische
Schule (Iamblichos, Dexippos, Sallustius, Iulianus Apostata, Themistios,
Sosipatra, Aidesios) und eine athenische Schule (Plutarchos, Syrianos,
Aischines, Asklepegenia, Proklos, Simplikios).
http://www.phillex.de/neuplato.htm#schulen
System
Ein
Objekt, in dem die Elemente innerlich miteinander organisch verbunden sind,
heißt System.
Das
Objekt ist auch eine der Gegenstandsklassen
http://www.phillex.de/objekt.htm#system
Szientismus
In
der Wissenschaftsphilosophie sind der Instrumentalismus und Szientismus
Formen des Empirismus.
http://www.phillex.de/empirism.htm#szientism
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