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Vagheit Eine Begriff ist ein vager Begriff, wenn es wenigstens ein Objekt aus dessen Grundbereich gibt, für den nicht feststellbar ist, ob er zur Extensionalität des Begriffes gehört. Dabei muß das Unvermögen aus dem Begriff und nicht aus subjektiven Gründen resultieren. Eine Aussage ist eine vage
Aussage, wenn nicht für alle Situationen feststellbar ist, ob die Aussage
wahr ist. Die Vagheit einer Aussage macht es unmöglich, Situationen auf
die sie zutrifft von Situationen zu unterscheiden, auf die sie nicht zutrifft.
In Wahrheit existiert nur das Eine, das göttliche Allwesen, das Brahman. Die Welt ist nichtig, wesenlos (Akosmismus), keinesfalls eine Emanation des Göttlichen. Das Brahman ist ewiges, unwandelbares, reines Sein, übersinnlich, immateriell. Die Körperwelt ist ebenso Schein wie die Welt der einzelnen Ichs, die nur in der Erscheinung verschieden, an sich aber eins, das göttliche Selbst (Atman) sind. Es wird also ein monistischer Pantheismus gelehrt. Höchstes Ziel ist
die, alle Seelenwanderung, alle Wiedergeburt (mit den Folgen des früheren
Le- bens, dem Karma) aufhebende Einswerdung mit dem Einen. Erkennst Du diesen Verhüllten? Nein! Es ist Dein Vater! Daraus folgt: Du erkennst Deinen Vater nicht. Dieser Sophismus ist ein
quaternio terminorum. Er beruht auf einer unklaren Verwendung des Wortes
erkennen. Eubulides wolte mit diesem
Sophismus zeigen, daß Erkenntnis unmöglich ist. In seinen Arbeiten systematisierte
er das in der Algebra der Logik gegen Ende des 19. Jh. gesammelte Material.
In der logischen Untersuchung des Induktionsschlusses gibt es eine starke Tradition eines wahrscheinlichkeitslogischen Ansatzes. Mit diesem konkurriert aber zumindest auch ein Ansatz im Rahmen der mehrwertigen Logik. Carnap unterscheidet in
seiner Arbeit Induktive Logik und Wahrscheinlichkeit fünf Haupttypen
der induktiven Verallgemeinerung: Hume, Popper u. a. bezweifeln die Möglichkeit, durch induktive Verallgemeinerung die Wahrheit wissenschaftlicher Hypothesen begründen zu können. Die induktive Verallgemeinerung
ist Grundlage des Induktivismus. Der Begriff Verantwortung
spielt insbesondere in Verantwortungsethiken eine große Rolle. Überwiegend geht man davon aus, daß eine bestimmte Form von Freiheit für (moralische) Verantwortlichkeit notwendig ist. Da die Veranwortungsethiken
sich sowohl auf Verantwortung gegenüber Menschen als auch auf Verantwortung
gegenüber nichtmenschlichen Entitäten beziehen kann, läßt
sich die Verantwortungsethik sowohl anthropozentrisch als auch pathozentrisch
ausführen. Beispiele für assertive
Äußerungen sind: Eine saubere Unterscheidung
der assertiven Äußerungen von den konstativen steht noch aus.
Performative Äußerungen haben - im Gegensatz zu den Konstativa - keinen beschreibenden Charakter und sind deshalb weder wahr noch falsch. Die für performative äußerungen relevante Beurteilungsdimension ist nicht die der Wahrheit, sondern die des Glückens bzw. Nicht-Glückens. Austin stellt einen Katalog von fünf Punkten zusammen, die erfüllt sein müssen, wenn eine sprachlich performierte Handlung erfolgreich sein soll: Sie muß z. B. aufgrund einer Konvention formuliert sein, die ihrerseits auf die richtige Situation angewendet werden muß; sie muß korrekt im Sinn der Konvention und vollständig sein; sofern sie Absichten und Gefühle darstellt, muß der Sprecher diese auch tatsächlich haben eine performative Äußerung kann nicht erfolgreich sein, wenn ich zwar verspreche zu kommen, aber gar nicht die Absicht habe zu kommen. Die Standardform performativer Äußerungen ist die Ich-Form. Durch performative Verben wird signalisiert, welchen Akt die ich-Person mit ihrer Äußerung vollzieht. Diese performativen Verben werden in assertive (auch: repräsentionale), kommissive, direktive, deklarative und expressive Verben eingeteilt. Beispiele für performative
Verben sind: Strawson hat in seiner Wahrheitstheorie Äußerungen als performativ bezeichnet, in denen die Anerkennung oder Bestätigung einer zuvor geäußerten Behauptung zum Ausdruck gebracht wird. In der Theorie des kommunikativen
Handelns von Habermas wird die Teilnahme an der Kommunikation, in der eine
Person in der Rolle der ersten Person eine Beziehung mit mindestens einer
anderen Person eine Beziehung eingeht und sich am Prozeß der Verständigung
beteiligt, als performative Einstellung bezeichnet. Die performative Einstellung
ist für jedes Mitglied einer Kommunikationsgemeinschaft charakteristisch,
die sich durch gemeinsame Standards, Geltungsansprüche und deren Einlösbarkeit
auszeichnet. Die lateinische Bezeichnung
für die Verbaldefinition ist: definitio verbalis. Beim kompositiven Verfahren
erfolgt die Erklärung der unbekannten Wirkung aus den Ursachen. Beim resolutive Verfahren
erfolgt die Auflösung der Wirkung in deren gesuchten Ursachen. Ein klassisches Beispiel
ist der Sophismus: Durch Vernunftbegriffe können keine Gegenstände erkannt werden. Darin unterscheiden sie
sich von Verstandesbegriffen. Die Voraussetzung der Vernünftigkeit
besagt, daß die bei der Konsenssuche Beteiligten in einem Forschungsprozeß
nicht durch unreflektierte Denkgewohnheiten bestimmt sein dürfen. Nach Habermas zielt die
instrumentelle Vernunft einseitig auf die Vergegenständlichung und Beherrschung
der Wirklichkeit ab. Sie kann daher keine akzeptable Grundlage für
die Gesellschaftswissenschaften geben. Diese sollten von einem auf Konsens
ausgerichteten und auf gegenseitiger Anerkennung beruhenden Diskurs ausgehen,
von der kommunikativen Vernunft. Die Vernunft wird in diesem Sinn primär als ordnendes Prinzip (griech. logos) im Kosmos verstanden. Dieses Ordnungsprinzip waltet auch im Menschen. Der kosmologisch-metaphysische Vernunftbegriff findet sich bereits in der antiken Philosophie (u. a. bei Anaxagoras, Heraklit, Platon, Aristoteles und den Stoikern). Die Skeptiker und Empiristen haben die kosmologisch-metaphysische Erklärung der menschlichen Fähigkeit zur Vernunfterkenntnis wiederholt kritisiert. Kant holte kritisierte den kosmologisch-metaphysischen Vernunftbegriff. Er geht von seiner Bestimmung des möglichen Vernunftgebrauchs überhaupt aus und kritisiert die Hypostasierung der menschlichen Vernunft. Die kosmologische Vernunft löst die Vernunft von der menschlichen Erkenntnis ab und spricht ihr eine selbständige, kosmologische Existenz zu. die ihr nicht zukommen kann. Hegel meint, es sei gerade
ein Wesensmerkmal der kosmischen Vernunft (Weltgeist), daß sie sich
geschichtlich entfalte. Ziel der Geschichte ist
eine Entwicklung der menschlichen Vernunft, in deren Verlauf der Mensch einsieht,
daß seine eigene Vernunft teilhat an der universellen, objektiven Vernunft.
Erst dann komme die Vernunft oder der Geist durch die menschliche Vernunft
zum Bewußtsein ihrer bzw. seiner selbst. Die praktische Vernunft erstrebt die Erlangung einer zweckmäßigen Einheit von Handlungen. Kant bestimmt die praktische Vernunft als das Vermögen, allgemeine ethische Prinzipien aufzustellen, nach denen der Wille die Handlungen ausrichten soll. Nach ihm hat die praktische Vernunft einen selbständigen Status, da es nicht möglich ist, die Prinzipien der Ethik ausschließlich mit Hilfe der theoretischen Vernunft zu begründen. Fichte, Schelling und Hegel betonen die Einheit von theoretischer und praktischer Vernunft. In der Philosophie des
20. Jahrhunderts wird die praktischen Vernunft im Zusammenhang mit der Frage
diskutiert, wie Die reine Vernunft ist bei Kant dem Verstand übergeordnet, weil sie die Fähigkeit begründet, Schlüsse zu ziehen und nach dem Unbedingten (den Vernunftsideen) zu suchen. Kant macht es sich zur Aufgabe, den Gebrauch der reinen Vernunft in Umfang und Grenze zu bestimmen. Nach Kant kann die reine Vernunft keine Aussage über die Wirklichkeit selbst machen. Die Ideen, zu denen die reine Vernunft gelangt, gelten ausschließlich als regulative Ideen, d. h. als Ideen, die den Erkenntnisprozeß leiten, denen aber in der Wirklichkeit nichts entspricht. Solche Vernunftideen sind die von der Seele, von Gott und von der Welt. Es gibt es nach Kant sehr wohl eine apriorische, erfahrungsunabhängige Erkenntnis. Diese sagt aber nichts über die Wirklichkeit an sich aus, sondern ausschließlich über die Bedingungen einer jeden möglichen Erkenntnis von Gegenständen, sie ist Bedingung der Möglichkeit der Erfahrung. In der Philosophie des
20. Jahrhunderts ist die Idee einer reinen Vernunft zumeist auf die Frage
nach der Möglichkeit apriorischer Erkenntnis, nach der Möglichkeit
synthetisch-apriorischer Urteile reduziert worden. Die Vernunft gilt als höchste Richterin in Glaubensdingen. Gegen die Vernunft braucht nicht geglaubt zu werden. Obwohl die Deisten die personale Existenz Gottes nicht bestreiten, behaupten sie, daß nach der Schöpfung die Welt sich nach ihren eigenen Gesetzen bewege und entwickle. Offenbarungs- und Wunderglaube werden abgelehnt. Vertreter dieser Position
waren Coornhert, H. von Cherbury, Blount, Tindal, Bolingbroke, Voltaire,
Rousseau, Reimarus, Edelmann und Toland. Häufig wird der Begriff der theoretischen Vernunft synonym mit dem Verstandesbegriff verwendet. Theoretische Vernunfterkenntnis wird in diesem Fall mit Wissen gleichgesetzt und steht hier im Gegensatz zum bloßen Glauben. Der Verstand und die Verstandesbegriffe sind nach Kant an das Sinnesmaterial gebunden, welches der Sinnlichkeit gegeben ist. Die theoretische Vernunft im engeren Sinn, die reine Vernunft ist dem Verstand übergeordnet, weil sie die Fähigkeit begründet, Schlüsse zu ziehen und nach dem Unbedingten (den Vernunftsideen) zu suchen. Fichte, Schelling und Hegel
betonen die Einheit von theoretischer und praktischer Vernunft. Lessing unterschied zufällig
Geschichtswahrheiten und notwendige Vernunftwahrheiten. Gelingensbedingungen -
so die Sprechakttheorie - für ein Versprechen sind: (Rolf, E.: Illokutionäre
Kräfte. Grundbegriffe der Illokutionslogik. Opladen 1997, 15) Die Erfüllungsbedingung eines Versprechens besteht in derjenigen Handlung, auf die sich der Sprecher durch das Versprechen festlegt (Rolf, E.: Illokutionäre Kräfte. Grundbegriffe der Illokutionslogik. Opladen 1997, 16). Wenn das Versprechen gebrochen wird (so Searle), ist der schuld, der das Versprechen gegeben hat (Welt-auf-Wort-Ausrichtung) (Searle, J. R.: Intentionalität. Eine Abhandlung zur Philosophie des Geistes. Frankfurt a. M. 1987, 23). Dieses Urteil von Searle ist allerdings etwas zu kurz gegriffen, denn es kann durchaus auch äußere Umstände geben, die dazu führen, das der Versprechende sein Versprechen nicht halten kann. Insbesondere ist das Semele-Problem zu diskutieren. Jean Paul schrieb über
Versprechen: Und Ovid vermeldete: Nach Cusanus stellt der Verstand (ratio) Gegensätzliches gegenüber. Der Verstand liefert nach
Kant das Material für die Vernunft. Der Voraussageschluß
ist nach Carnap einer der Haupttypen des Induktionsschlusses. Grundsätzlich ist
zu unterscheiden zwischen Vorstellung (engl. idea, conception, notion; franz.
idée, conception, notion; griech. phantasia, phantasma; lat. perceptio,
imaginatio, repraesentatio, idea) In seiner weitesten Version fällt jedes (geistige) Erfassen eines Inhalts unter den Begriff Vorstellung, auch bereits die Wahrnehmung. Bei Kant ist Vorstellung (repraesentatio) Oberbegriff für Perzeption (Vorstellung mit Bewußtsein), Empfindung, Erkenntnis, Anschauung, Begriff und Idee (als Vernunftbegriff). Vorstellung werden nach
mehreren Gesichtspunkten eingeteilt, die nicht miteinander verwechselt werden
sollten. Bei den Phantasievorstellungen ging man traditionell davon aus, daß sie durch Trennung und Verbindung bereits vorrätiger Vorstellung gebildet werden. Schließlich kann man sie nach der Art der beteiligten Zeichensysteme klassifizieren (verbale Vorstellung, bildhafte Vorstellung usw.). Das häufig zugrundegelegte Modell, demzufolge Vorstellung private innere Gegenstände (etwa eine Art innere Bilder oder andere innere Zeichen) sind, welche dem Vorstellenden durch eine Art innerer Wahrnehmung zugänglich sind, ist auf vielfältige Kritik gestoßen. Häufig werden Vorstellungen unter dem Terminus geistige (mentale, innere) Repräsentation erörtert. Nach Hartley besteht eine Tendenz der Vorstellungen nach Ergänzung. Nach P. Brown entspringen alle Vorstellungen aus der äußeren Wahrnehmung. Nach Bonnet entspringen
die Vorstellungen teils aus den Sinnen, teils aus der Reflexion.
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