Suche  Kontakt  Impressum  

Home
Medientheorien 1
Begründungen
Formationen des Wissens
Techn. des Unbewussten
Wahrnehmung
Wege und Kanäle

Wahrnehmung


 

 

Henri Bergson:

Von der Auswahl der Bilder bei der Vorstellung (1896)

 

 

 

 

 

 

Kurzbiographie:

• 1859 in Paris geboren

• 1877-1881 Studium an der École Normale Supérieure

• dann bis 1897 Lehrer für Philosophie

 

• ab 1900 Professor am Collège de France

• 1914: Wahl in die Académie Franaise

• 1921: um sich dem Schreiben zu widmen, emeritiert er

• 1927: Nobelpreis für Literatur

• 03.01.1941 stirbt er an Bronchitis

 

 

Ausgewählte Werke:

• 1886: Materie und Gedächtnis

• 1889: Zeit und Freiheit

• 1900: Das Lachen

• 1921: Durée et Simultanéité à propos de la théorie d´Einstein

• 1932: Die beiden Quellen der Moral und Religion

 

 

 

Grundgedanke:

 

Er behandelt das Verhältnis des menschlichen Organismus (siehe 1) zu seiner Umgebung. Dies führt ihn auf das Problem der Wahrnehmung. Er sagt, dass Wahrnehmung dann Zustande kommt, wenn ein „Bild“ nicht alles, was es empfängt an das nächste „Bild“ weitergibt, sondern etwas zurückhält und transformiert. Die Wahrnehmung vermischt sich, nach Bergson, mit den subjektiven Erinnerungen und Erlebnissen aus der Vergangenheit. Er sieht ein monistisches² System gleichartiger miteinander wechselwirkender Körper (Bilder). Damit ist er der einzige Philosoph, der keinen Unterschied macht zwischen Gegenständen, Bildern und die die Bilder hervorbringen. Jedoch gibt es ein Bild, das man nicht nur durch Wahrnehmung kennt, sondern auch von innen durch Affektionen³ : der Leib.

 

 

 

 

 

 

Zitate:

 

„Dem, was unsere Sinne uns unmittelbar und gegenwärtig geben, mengen wir tausend und abertausend Elemente aus unserer vergangenen Erfahrung bei. Meistens verdrängen diese Erinnerungen unsere eigentlichen Wahrnehmung, und es bleiben uns von diesen nur noch Andeutungen zurück, bloße >Zeichen<, die uns an frühere Bilder erinnern sollen. Wir erkaufen um diesen Preis das bequeme und rasche Funktionieren unserer Wahrnehmung; aber auch Täuschungen aller Art stammen aus dieser Quelle.“

 

„Es ist richtig, ein Bild kann sein, ohne wahrgenommen zu werden; es kann gegenwärtig sein; ohne vorgestellt zu werden, und gerade das Auseinanderfallen dieser beiden Begriffe Gegenwärtigkeit und Vorstellung scheint die Differenz zwischen Materie (siehe 4) und bewusster Wahrnehmung der Materie (siehe 5) auszumachen.“

 

„In gewissem Sinne könnte man sagen, dass das Wahrnehmen irgendeines unbewussten materiellen Punktes in seiner reinen Momentaneität unendlich viel umfassender und vollständiger sei als das unsere, da dieser Punkt ja alle Wirkungen aller Punkte der materiellen Welt aufnimmt und weitergibt, während unser Bewusstsein nur gewisse Teile und nur gewisse Seiten dieser Teile erfasst.“

 

„In der Tat beobachte ich, daß die Größe, die Form, ja selbst die Farbe der äußeren Gegenstände sich verändert, je nachdem sich mein Körper ihnen nähert oder von ihnen entfernt, daß die Intensität der Gerüche, die Stärke der Töne sich mit dem Grade der Entfernung erhöht oder vermindert, kurz, daß diese Entfernung selber das Maß ist, in dem die Dinge der Umwelt gegen die unmittelbare Wirkung meines Leibes sozusagen versichert sind.“

 

 

Verweise auf weitere interessante Links zum Thema Wahrnehmung:

 

www.chip.de/news/c_news_10787513.html

www.deecee.de

www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,328008,00.html

 

Der Rorschachtest

www.seeq.com/popupwrapper.jsp

 

weitere Tests

www.cs.ucr.edu/~chua/test/test.html

www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/testbsprorschach.html

 

Video

viscog.beckman.uiuc.edu/djs_lab/demos.html

 

Zeugenaussagen

www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/specials/68484/

 

Werbung

www.handelswissen.de/servlet/PB/menu/1009959/

 

 

 

 

Referenten:

Cynthia Will, Cristina Cusin, IWD 3. Semester

 

 

1Urtyp eines der Wahrnehmung fähigen Bildes

 

2monistisch ---> der Unterschied zwischen Beschreibungen der Objekten und Objekten der Beschreibungen ist

demnach ein temporärer Unterschied, kein ontologischer.

 

3Erkrankung, Störung

 

4Materie entspricht dem Universum und ist in dem Zusammenhang die Gesamtheit der Bilder

 

5Beschreibt die Wirkung eines bestimmten Bildes („mein Leib“)